Ehrensache
Zu Ehren der Ehrenamtlichen

Ostbevern -

Caritassonntag wurde in Ostbevern am „Fair-Teiler“ gefeiert.

Montag, 23.09.2019, 12:08 Uhr
Nach einem Open-Air-Gottesdienst am „Fair-teiler“ folgte ein gemeinsames Essen und gemütliches Beisammensein.
Nach einem Open-Air-Gottesdienst am „Fair-teiler“ folgte ein gemeinsames Essen und gemütliches Beisammensein. Foto: Reinker

Der Gottesdienst am Caritassonntag wird seit langem jedes Jahr an einem für die Pfarrcaritas der Kirchengemeinde St. Ambrosius bedeutungsvollen Ort – nämlich am „Fair-Teiler“ – gefeiert. Am Sonntag gab es dort einen ganz besonderen Grund zur Zusammenkunft: der zehnte Geburtstag der Institution, die sich seitdem der Unterstützung Bedürftiger verschrieben hat. Daher wurde dem „Fair-Teiler“ in der Messe besondere Würdigung zu teil. Im Anschluss wurde zum Mittagessen eingeladen.

„Danke an alle, die sich in den zehn Jahren engagiert haben“, richtete sich Pfarrer Marco Klein an die Anwesenden. „Für diese außergewöhnliche Institution, die so wunderbar wächst und blüht.“

Ulrich Lunkebein, eines der Gründungsmitglieder des „Fair-Teilers“, erinnerte an die Anfänge des Ladenlokals am Lienener Damm, in dem bedürftige Mitbürger gespendete Lebensmittel zum günstigen Preis einkaufen dürfen. Dank sagte er dafür allen Unterstützern, Sponsoren und Ehrenamtlichen.

Vor allem das Engagement des 2015 verstorbenen Heinz Kock , dem Initiator „dieser großen Erfolgsgeschichte“, betonte Ulrich Lunkebein in seiner Ansprache. Die Einsatzbereitschaft des „Visionärs und Machers“, der „Menschen fangen, motivieren, organisieren, politisch taktieren und handwerken konnte“, habe ihm häufig den Gedanken gegeben: „Den hat uns der da von oben geschickt“, so Lunkebein. Kock habe den Kunden des „Fair-Teilers“ finanzielle Freiräume geschaffen und neuen Lebensinhalt gegeben. „Den Satz ,Liebe deinen Nächsten‘ hat Heinz Kock realisiert“, sagte der Redner. Damit sei Kock Vorbild für alle geworden. „Nun müssen wir selber Vorbild werden für alle, die noch kommen.“ Der Sinn des Lebens solle darin gesehen werden, in sozialen Bereichen Unterstützung zu geben. Das könne die Familie sein, die Politik oder verschiedene Institutionen.

„Wir alle sollten mit unserem Besitz sozialgerecht umgehen“, meinte Ulrich Lunkebein im Weiteren. „Sozialer Frieden ist verantwortlich für den inneren Frieden, aber auch für das Miteinander der Nationen.“

Mit dem zum Caritassonntag passenden Satz „Wenn jeder gibt, was er hat...!“ beschäftigten sich während des Gottesdienstes die Besucher der „Kinderkirche“. „Fair sein heißt Frieden, fair sein heißt Freude“, sagte Marion Fließ in einigen Sätzen an die Gläubigen.

„Es gab damals mutige Leute“, so Wolfgang Annen in seinem Grußwort. Der „Fair-Teiler“ sei wichtig für den sozialen Frieden. Jedoch sei es im Grunde schade, dass es solch eine Einrichtung geben müsse, um Bedürftigen zu helfen. Annen dankte allen Engagierten und Förderern, die sich einsetzen. „Diese Einrichtung ist unverzichtbar“, betonte er.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde zum Mittagessen mit Reibeplätzchen sowie zum Kaffeetrinken eingeladen. Dies bot bei dem hochsommerlichen Wetter eine schöne Möglichkeit, noch bis in den Nachmittag hinein die Gemeinschaft zu pflegen.

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