Sucht- und Präventionswoche in Ostbevern ging zu Ende
Die Gefahren von Bier, Schnaps & Co.

Ostbevern -

Über 30 Aktive des örtlichen DRK, des MHD, des Kinder- und Jugendwerks (kjw) sowie des THW engagierten sich zum Abschluss der Sucht- und Präventionswoche mit verschiedenen Aktionen in der Aula der Josef-Annegarn-Schule, um vor allem über das Suchtmittel Alkohol zu informieren.

Sonntag, 29.09.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 14:50 Uhr
Viele Dinge gab es für die Besucher bei der Abschlussveranstaltung auszuprobieren.
Viele Dinge gab es für die Besucher bei der Abschlussveranstaltung auszuprobieren. Foto: Reinker

Ihren offiziellen Abschluss fand die Drogen- und Suchtpräventionswoche, ein Angebot der Gemeinde sowie etlicher Kooperationspartner, am Samstag. Über 30 Aktive des örtlichen Deutschen Roten Kreuzes , des Malteser-Hilfsdienstes, des Kinder- und Jugendwerks (kjw) sowie des Technischen Hilfswerkes engagierten sich mit verschiedenen Aktionen in der Aula der Josef-Annegarn-Schule, um vor allem über das Suchtmittel Alkohol zu informieren. Die Besucherzahlen allerdings hätten deutlich besser sein können, waren sich die Organisatoren des Tages einig.

„Verantwortung übernehmen“ hieß das Motto des Tages. Die Hilfsorganisationen sowie das kjw wiesen mit einem Parcours, einem Quiz und spielerischen Stationen auf die Gefahren von Bier, Schnaps & Co. hin. Unter anderem, um zu zeigen, wie weit die eigenen Fähigkeiten im Rausch beeinträchtigt sind und über die Droge Alkohol zu informieren. „Die Jugendlichen fanden das sehr interessant“, sagte Christian Gerlach vom Deutschen Roten Kreuz über die Neugier der Besucher an den Stationen.

Drogen- und Suchtpräventionswoche

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Im Weiteren zeigten die Helfer des MHD, wie man im schlimmsten Fall reagieren muss: nämlich mit Reanimation. Wie das geht, führten sie mit praktischen Erklärungen am Defibrillator und an der Atemmaske vor.

„Es ist ganz selten, dass wir in Haushalte mit deutlich Suchtkranken kommen“, berichtete Christian Gerlach von den Einsätzen des Deutschen Roten Kreuzes. Dem Alkoholmissbrauch begegnen sie dagegen häufiger. „Da weiß man natürlich nicht, ob das nur eine Momentaufnahme oder schon wirklich eine Sucht ist“, so der Helfer.

Geschicklichkeitsspiele, beispielsweise mit dem Spreizer des THW einen Ball zu befördern, gab es mehrere. Sogenannte Rauschbrillen hatten die Verantwortlichen des Kinder- und Jugendwerks organisiert. Sie machen deutlich, welche Fähigkeiten während eines Rausches verloren gehen. Die Besucher konnten mit Blick durch die Brille einen Parcours begehen, versuchen zu jonglieren oder ein einfaches Puzzle nachbauen. „Damit kann man hautnah erleben, wie man selber wahrnimmt und von anderen wahrgenommen wird“, meinte Attila Repkeny (kjw).

Dass die Bewegungen mit der Rauschbrille auf der Nase nur wenig zielgenau möglich sind, erfuhren die Gäste. „Ich bin damit gegen einen Tisch gelaufen“, sagte der 13-jährige Joel. „Und ich konnte mir nicht die Schnürsenkel zumachen“, ergänzte der gleichaltrige Collin. „Das war nicht so klasse.“

Warum so wenig Besucher zur Josef-Annegarn-Schule kamen? Da konnten die Verantwortlichen nur Vermutungen anstellen. „Vielleicht, weil die Sucht ein sehr sensibles Thema ist“, sagte Repkeny. Man habe aber schon die ganze Woche über die Kinder und Jugendlichen im Ort erreicht, da sei das Interesse am Samstag vielleicht nicht mehr so groß gewesen, meinte Barbara Roggenland. Die Verwaltungsmitarbeiterin und Attila Repkeny betonten, wie dankbar sie den örtlichen Gewerbetreibenden sind, die die Woche in vielfältiger Weise unterstützt und auch die Preise für die Tombola zur Verfügung gestellt hätten.

Der Kinoabend zum Thema war am Freitagabend mangels Resonanz ausgefallen.

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