Gut verständlich
Schnell und einfach auf den Punkt gebracht

Ostbevern -

Die Verwaltung der Gemeinde Ostbevern hat sich im Umgang mit „Leichter Sprache“ schulen lassen.

Dienstag, 01.10.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 18:00 Uhr
Das Team der Gemeindeverwaltung Ostbevern hat sich im Umgang mit „Leichter Sprache“ schulen lassen.
Das Team der Gemeindeverwaltung Ostbevern hat sich im Umgang mit „Leichter Sprache“ schulen lassen. Foto: Gemeinde Ostbevern

Fachbegriffe, Fremdwörter und lange Sätze: Die Ausdrucksweise von Behörden kann mitunter ganz schön unverständlich und kompliziert sein. Und wenn sich schon Normalbürger mit dem Verstehen behördlicher Texte schwer tun, wie muss es da erst Menschen ergehen, die Lernschwierigkeiten haben oder die nicht in Deutschland geboren sind und die deutsche Sprache noch nicht so gut sprechen und lesen können?

Wie sich amtliche Schreiben auch anders, nämlich in leicht verständlicher Sprache formulieren lassen, das erlernten jetzt in einem Inhouse-Seminar einige Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Und mussten dabei feststellen: Das ist gar nicht so einfach wie es klingt. Liegt doch die besondere Herausforderung bei der Anwendung von „Leichter Sprache“ in dessen besonderen Regeln: Kurze Sätze, kurze Wörter und nur eine Information pro Satz. Fremdwörter sind dabei in den Texten zu vermeiden und auch Abkürzungen sind tabu.

Die beiden Referentinnen, Gisela Holtz und Antje Brandt vom Büro Holtz & Faust aus Münster, hatten jedoch so manchen Tipp parat, wie das Formulieren amtlicher Schreiben in „Leichter Sprache“ einfach gelingen kann. Unterstützt wurden sie dabei von Monika Krieger, die im Alltag auf Texte in einer verständlichen Sprache angewiesen ist. Besonders ihr Feedback zu den Schreiben der Verwaltung und zu unverständlichen Formulierungen war für die Seminarteilnehmer sehr aufschlussreich.

Das Seminar ist für die Verwaltung ein weiterer Schritt in Richtung „Inklusive Gemeinde“ und soll ihre Mitarbeiter für die Belange von Menschen mit Behinderungen und anderer Personengruppen, deren Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt sind, sensibilisieren und qualifizieren. Weitere Veranstaltungen und Schulungen zu dieser Thematik sind in den nächsten Monaten geplant.

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