Gut betreut
„Biberbande“ unterwegs

Ostbevern -

Die Pläne für die neue AWO-Kita im Baugebiet Kohkamp III nehmen immer mehr Form an. Bereits am 1. August kommenden Jahres soll die Kita an den Start gehen. Die Gemeinde Ostbevern hat ihre Hausaufgaben dafür insofern gemacht, als dass ein geeignetes Grundstück gefunden ist, das mit deutlich über 1000 Quadratmetern viel Platz für die Einrichtung mit fünf Gruppen bieten wird.

Samstag, 05.10.2019, 14:00 Uhr
Bürgermeister Wolfgang Annen (l.) und AWO-Mitarbeiter Daniel Frieling stellten die Pläne und das Konzept der neuen Kita im Baugebiet Kohkamp III vor.
Bürgermeister Wolfgang Annen (l.) und AWO-Mitarbeiter Daniel Frieling stellten die Pläne und das Konzept der neuen Kita im Baugebiet Kohkamp III vor. Foto: Allendorf

„Wir wollen uns sinnvoll in die Kita-Landschaft in Ostbevern einfügen, uns einbringen und ergänzen“, sagt Daniel Frieling von der AWO Ruhr-Lippe-Ems, die Träger der neuen Kita im Baugebiet Kohkamp III sein wird. Am 1. August kommenden Jahres soll die Kita an den Start gehen. Die Gemeinde hat ihre Hausaufgaben dafür insofern gemacht, als dass ein geeignetes Grundstück gefunden ist, das mit deutlich über 1000 Quadratmetern viel Platz für die Einrichtung mit fünf Gruppen bieten wird.

Bereits ab Dezember starten die ersten 52 privaten Bauherren, sagt Bürgermeister Wolfgang Annen . Bevor dann im Februar oder März kommenden Jahres der Spatenstich für die neue Kita erfolgen wird. Für die wird eine Bauzeit von rund vier Monaten anvisiert und das Gebäude wird in einer Modulbauweise errichtet, erläutert Annen weiter. Investor des Gebäudes sei Dr. Winfried Schmidt aus Münster.

Von der Lage her wartet die Kita mit dem Vorteil auf, dass sie für die neuen jungen Familien im Wohngebiet verkehrsgünstig liegt: „Wir haben uns gesagt: kurze Beine, kurze Wege“, sagt Annen. Das passt auch insofern, dass direkt gegenüber der Kita ein neuer Spielplatz entstehen wird, ebenfalls auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück. So könne die Kita Abwechslung schaffen und habe eine Alternative zum eigenen Außen-Spielbereich. Der Spielplatz der Gemeinde soll unter anderem mit Spielgeräten, die sich bereits für die jüngsten Besucher eignen, ausgestattet werden. „Wir wollen da alle Altersklassen abdecken“, sagt der Bürgermeister.

Ein Anknüpfungspunkt für Daniel Frieling, um auf die Altersstruktur der Einrichtung zu sprechen zu kommen. In der neuen Kita können 55 Kinder im Alter zwischen einem Jahr und sechs Jahren betreut werden. Das tragende Konzept der Einrichtung wird sich an der Reggio-Pädagogik orientieren, sagt Frieling. Das bedeute, dass Kinder als Teil des Ortes wahrgenommen werden und auch entsprechend eingebunden werden. So soll es Kooperationen mit lokalen Akteuren geben und regelmäßige Ausflüge in Wald, Feld und in den Ort. „Das Ganze steht unter dem Arbeitstitel: ,Biberbande‘ unterwegs“, sagt der AWO-Verantwortliche. Ziel sei es, die Kompetenzen der Kinder – die in dieser Region durch den Mittelstand geprägt seien – entsprechend zu fördern. So soll die neue Kita auch ein „Haus der kleinen Forscher“ werden. Zwar soll es feste Gruppenstrukturen geben, das bedeute jedoch nicht, dass die Kinder den ganzen Tag in selbigen verbringen müssten. Im Gegenteil: „Jeden Morgen soll es Kinderkonferenzen geben, in denen die Kinder entscheiden können, was sie machen wollen“, sagt Frieling. Dafür soll es entsprechende Themenräume, wie zum Beispiel für musikalische Früherziehung ebenso geben, wie einen Bewegungsraum und einen Entdeckerraum mit Elektronenmikroskop. Doch nicht nur technisch soll die neue Kita gut ausgestattet werden, auch Mitarbeiter sollen dauerhaft zur guten Qualität beitragen. „Wir stellen insgesamt für unseren ganzen Bereich Ruhr-Lippe-Ems im kommenden Jahr 40 Auszubildende ein“, sagt Frieling. Darüber hinaus würden neue Stellen überwiegend unbefristet besetzt, um auch den Mitarbeitern Sicherheit zu geben.

Sicherheit und Flexibilität in der Betreuung soll es auch für die Eltern geben. Ist zunächst eine Kernbetreuungszeit von 7 bis 17 Uhr geplant, innerhalb derer die Eltern 25, 35, und 45 Stunden buchen können, kann es je nach Bedarf auch individuelle Lösungen außerhalb dieser Zeiten geben. „Wir fragen jährlich die Bedarfe ab und arbeiten eng mit dem Jugendamt des Kreises Warendorf zusammen“, sagt Frieling. Bei anderen Einrichtungen habe sich gerade im Bereich der individuellen Lösungen eine sehr gute Zusammenarbeit mit Tagespflegepersonen entwickelt, was man auch in Ostbevern anstrebe.

Als Bereicherung im Rahmen von individuellen Lösungen sieht auch Bürgermeister Annen die Kita. „Wir haben uns bewusst für die AWO als Träger entschieden, um den Eltern eine Wahl zu ermöglichen“, sagt er. Nur so könne man eine Vielfalt an pädagogischen Programmen gewährleisten, um allen Kindern und auch Eltern gerecht zu werden.

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