Ausbildungscamp für Jugendfeuerwehren
Nachwuchs meistert Aufgabe

Ostbevern/Telgte -

Für 65 Kinder und Jugendliche und 20 Betreuer stand das vergangene Wochenende ganz im Zeichen der Feuerwehr. Die Everswinkeler Jugendfeuerwehr war Gastgeber für sechs weitere Gruppen,darunter auch für die Jugend aus den Löschzügen aus Telgte und Ostbevern. Die drei Tage boten reichlich Action und Gelegenheit, sich als Nachwuchskraft zu beweisen.

Dienstag, 08.10.2019, 07:28 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 16:04 Uhr

Auf Einladung der Jugendfeuerwehr Everswinkel fanden sich die jüngeren Aktiven der Wehren aus Ostbevern und Telgte an der Festhalle in Everswinkel ein. Eine deutlich längere Anreise hatten derweil die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Brandenburg – genauer gesagt aus Plaue, Radewege, Mahlenzien und Kimö – hinter sich.

Austausch

Der Kontakt, so berichtete Everswinkels Jugendwart der Feuerwehr , Ralf Rohlmann , bestehe bereits seit Jahrzehnten. Im vergangenen Jahr waren die Kameraden zu einem Zeltlager in Plaue eingeladen worden, nun erfolgte der Gegenbesuch. Aufgrund der unbeständigen Wetterlage musste das ursprünglich im Bereich des Sportparks Wester geplante Zeltlager abgesagt werden. Stattdessen entschieden sich die Verantwortlichen dafür, Übernachtungsmöglichkeiten in der Turnhalle der Grundschule einzurichten.

Start zum Leistungswettbewerb am Sonntag.

Start zum Leistungswettbewerb am Sonntag.

Diese Entscheidung hatte Vorteile. Schließlich fand die am Samstag ausgerichtete Lager-Olympiade im Außenbereich der beiden Schulen – und damit in direkter Nachbarschaft zur Halle – statt. An acht Stationen stellten sich die bunt gemischten Teams den Herausforderungen. Mal galt es, sich am Feuerlöschertrainer zu beweisen, andernorts kamen bei einer simulierten Unfalllage Hebekissen zum Einsatz. Die Ausrüstung moderner Feuerwehrfahrzeuge wurde detailliert thematisiert. Beim Einsatz der Kübelspritze war Muskelkraft gefragt, beim Mastwurf- und Rettungsknotenbinden ein gewisses Geschick. Im Verlauf des Samstags hatten die Feuerwehr-Jugendlichen dann die Gelegenheit, sich im Vitus-Bad auszutoben und den Menschenkicker auszuprobieren.

Neue Übungen

Früh starteten die Aktiven am Sonntag den letzten Tag der gemeinsamen Zeit. Mit Rücksicht auf die rund fünfstündige Fahrt gen Osten begann der Wettkampf der Gruppen bereits vor zehn Uhr. Grundsätzlich, so erläuterte Rohlmann am Rande des Wettkampfes, halte man sich an die Richtlinien des Landeswettbewerbs. „Wir gestalten das aber ganz bewusst ein wenig lockerer. Auch heute sind die Teams wieder gemischt. Für einige Kinder ist das eine ganz neue Erfahrung. Sie haben so eine Übung noch nie mitgemacht oder gesehen.“

Sicherstellung der Wasserversorgung beim Einsatz-Szenario.

Sicherstellung der Wasserversorgung beim Einsatz-Szenario.

Bei dem Wettkampf auf Zeit galt es, einen „Brand“ – in diesem Fall Dosentürme in einer gewissen Entfernung – zu löschen. Zuvor mussten jedoch die Wasserversorgung sichergestellt und ein korrekter Löschangriff durchgeführt werden. Dabei kam auch der Tankwagen 12 000 – umgangssprachlich auch als „Wasserkuh“ bekannt – zum Einsatz.

Überregionaler Austausch

Rohlmann zog am Ende des Ausbildungscamps ein positives Fazit: „Alle sind sehr zufrieden.“ Es stelle sich deshalb nicht die Frage, ob es zu einer Neuauflage des großen Treffens komme, sondern einzig, wer die Ausrichtung übernehmen werde. Beste Vorzeichen also für einen weiteren überregionalen Austausch.

An der Kübelspritze waren Ausdauer und Zielgenauigkeit gefragt.

An der Kübelspritze waren Ausdauer und Zielgenauigkeit gefragt.

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