Stauden-Tauschbörse der Frauengemeinschaft
Blühendes und viele Kräuter

Ostbevern-Brock -

Der Regen der vergangenen Tage und die milden Temperaturen sind das perfekte Wetter für Gartenarbeit. Bei der Stauden-Tauschbörse im Brock konnten sich Hobbygärtner neue Pflanzen besorgen und auch Gewächse, die sich im eigenen Garten sehr vermehrt hatten, an andere Blumenliebhaber weitergeben. Zum Angebot gehörten auch exotische Gewächse und „Schmuggelware“ ...

Donnerstag, 17.10.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 14:08 Uhr
Lieben die Vielfalt in ihrem heimischen Garten(v.l.): Renate Berning , Marlies Fiege, Elisabeth Ortmann, Kim und Anke Spiekermann sowie Mathilde Breuer.
Lieben die Vielfalt in ihrem heimischen Garten(v.l.): Renate Berning , Marlies Fiege, Elisabeth Ortmann, Kim und Anke Spiekermann sowie Mathilde Breuer. Foto: Anne Reinker

„Das Schönste an der Gartenarbeit ist, dass man sie so lange hinausschieben kann, bis sie keinen Sinn mehr ergibt.“ Auf die vielen Hobbygärtner, die bei dem goldenen Herbstwetter in diesen Tagen viel Zeit in den Rabatten verbringen, um sie auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, trifft dieses launige Sprichwort nicht zu. Ihnen macht das Hegen und Pflegen Spaß. Willkommen ist da der Staudentausch, wie ihn die örtlichen Frauengemeinschaften regelmäßig anbieten. In dieser Woche war das im Ortsteil Brock der Fall. Dort zeigen sich dafür in erster Linie Marlies Fiege und Renate Berning verantwortlich.

Naturliebhaber

So ein Staudentausch ist auch mit etwas Spurensuche verbunden. Denn einige der Ableger, die die Naturliebhaber zum Treffpunkt bringen, sind nicht jedem bekannt.

Auch zur Tauschbörse im Brock wurden Ableger gebracht, die nicht auf Anhieb einer bestimmten Sorte zugeordnet werden konnten. So etwa die zarten, lila blühenden Stängel, die Mathilde Breuer vorbeibrachte. „Ich habe extra die Blüten daran gelassen, damit zu sehen ist, was es ist“, sagte sie. Den Namen der Pflanze kennt sie nicht. Da sie sich immer weiter aussäen, hat Breuer diese Staude in Hülle und Fülle in ihrem Garten und somit genug für den Tausch.

Aus der Karibik

Eine große Auswahl ist es, die kistenweise zum Kirchplatz gebracht wurde. Neben vielen Stauden, Kräutern wie Rosmarin und Schnittlauch oder Buschwerk wie Eschenahorn ist auch eine Aloe-Vera-Pflanze dabei. „So eine haben wir mal aus der Karibik mitgeschleppt“, erzählte Renate Berning, dass sie die Heilpflanze im Koffer nach Deutschland „schmuggelte“. Bricht man ihr Blatt, kann der austretende Saft zur Hautpflege genutzt werden. „Regelmäßig angewendet könne es auch gegen Schuppenflechte helfen, ließ Berning an ihrem reichen Wissensschatz teilhaben. Aber Achtung: Da die Aloe-Vera-Pflanze eine Zimmerpflanze ist, muss sie im Herbst ins Haus umziehen.

Das, was man selbst übrig hat, wird nicht weggeworfen.

Elisabeth Ortmann

Marlies Fiege hatte Feuerbohnen mitgebracht, die jetzt noch trocknen müssen, bevor man sie im nächsten Frühjahr ins Beet setzen kann. „Dann klettern sie an den Stangen hoch“, berichtete die Gartenfreundin, die Initiatorin des Staudentausches im Brock. Treiben die schwarzen Bohnen aus, klettern sie wie Stangenbohnen, informierte Fiege. Und nicht nur das: „Sie blühen schön, sind ein Blickfang.“

Zu den regelmäßigen Gästen des Staudentausches gehören unter vielen anderen auch Elisabeth Ortmann. „Oma ist immer hier“, verriet Enkelin Kim Spiekermann. „Hier ist jedes Mal etwas zu finden“, so die Großmutter. „Und was man selbst übrig hat, wird nicht weggeworfen.“

Das aktuelle Wetter bietet sich zum Umsetzen der Blumen und Kräuter an. „Ohne große Pflege kann der Gartenliebhaber jetzt pflanzen“, sagte Renate Berning. Der Regen der vergangenen Tage und die milden Temperaturen reichen für’s Erste. Für die Hobbygärtner heißt das nun: rein in die Handschuhe und ab in die Rabatten.

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