Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses
Wie Verkehr und Gemüter beruhigen?

Ostbevern -

Eine Diskussion um Spielstraßen nahm in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses breiten Raum ein.

Mittwoch, 30.10.2019, 19:00 Uhr
Damit der Verkehr in Höhe des Spielplatzes im Kohkamp II gebremst wird, ist das Gebiet als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, und es gibt optische Hindernisse.
Damit der Verkehr in Höhe des Spielplatzes im Kohkamp II gebremst wird, ist das Gebiet als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, und es gibt optische Hindernisse. Foto: Sebastian Rohling

In der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschuss beschäftigten sich die Anwesenden auf Basis zweier SPD-Anträge erneut mit dem Thema „Spielstraße“. Im Konkreten ging es unter anderem darum, ob die Siedlung Kohkamp II komplett als Spielstraße ausgezeichnet werden könnte und dass in Zukunft doch immer geprüft werden solle, wo in Neubaugebieten eine Ausweisung von verkehrsberuhigten Bereichen möglich sei. „Wir haben dort ja bereits einen verkehrsberuhigten Bereich“, nahm Bürgermeister Wolfgang Annen das Thema auf. „Würden wir alles als Spielstraße ausweisen, hätte das weitreichende Folgen für die Anwohner.“ (Siehe auch Infokasten)

Zudem wäre eine Abbindung auch nicht zielführend, gäbe es dann unter anderem Probleme mit der Feuerwehr und anderen Einrichtungen, die diese Straße als Rettungsgasse benötigen.

Auf die Frage, wie es denn mit den neuen Baugebieten im Kohkamp III bestellt ist, konnte die Verwaltung mitteilen, dass lediglich für die Verbindungsstraße und Hauptverkehrsachse eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorgesehen ist. Alle anderen Straßen sind als verkehrsberuhigte Straßen geplant. „Im Baugebiet Wischhausstraße werden wir aus verkehrstechnischen Gründen Bürgersteige haben, was bedeutet, dass wir dort eine Tempo-30-Zone haben werden“, ergänzte Hans-Heinrich Witt von der Gemeindeverwaltung.

Die Anwesenden waren sich am Ende dahingehend einig, dass die Frage immer lauten müsse: Warum ist hier en kein verkehrsberuhigte Bereich vorgesehen? Nicht aber: Könnte hier auch eine Spielstraße entstehen? „Letzten Endes müssen wir auch immer an die Verantwortung der Verkehrsteilnehmer appellieren. Gerade Anwohner, also die, die Wege am häufigsten nutzen, müssen da mit gutem Beispiel vorangehen“, beendete Annen das Thema.

Bezüglich des Spielplatzes im Kohkamp II soll es aber, auf Basis eines Unterpunktes des SPD-Antrages, auf der Südseite einen gepflasterten Bereich geben, auf dem zum einen Fahrräder besser abgestellt werden können und auf dem auch eine Bank aufgestellt werden soll. „Damit kommen wir gerne einem Wunsch nach, der auch schon an mich persönlich weitergetragen worden war“, so Hans-Heinrich Witt. Derzeit ist der gesamte Spielplatz als Sandfläche angelegt.

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