Buntes Grün
Mehr Plan über alle Flächen

Ostbevern -

Ostbeverns Politiker wollen eine Auflistung aller gemeindeeigenen Grünflächen. So soll besser geplant werden können, welche Flächen sich für eine ökologische Aufwertung anbieten.

Sonntag, 03.11.2019, 08:00 Uhr
Wenn es um eine ökologische Aufwertung von Grünflächen geht, können sich einige auch vorstellen, auf dem alten Friedhof Maßnahmen zu ergreifen. Am Nordring (kl. Bild) erfolgte schon eine Aufwertung, hier blühte es den Sommer über.
Wenn es um eine ökologische Aufwertung von Grünflächen geht, können sich einige auch vorstellen, auf dem alten Friedhof Maßnahmen zu ergreifen. Am Nordring (kl. Bild) erfolgte schon eine Aufwertung, hier blühte es den Sommer über. Foto: Sebastian Rohling

Ein gemeinsamer Antrag, gestellt von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen und der CDU-Fraktion, eingebracht im jüngsten Umwelt- und Planungsausschuss (UPA), sieht vor, dass die Gemeinde die derzeitige Pflege gemeindlicher Flächen sowie die Erstellung von Pflege- und Managementplänen für alle unbefestigten gemeindeeigenen Flächen vorstellen möge.

Ziel des Antrages soll es sein, dass die Politik einen Gesamtüberblick über alle gemeindeeigenen unbebauten Flächen erhält. „Wir erhoffen uns, dass wir, wenn wir einen Überblick über alle Flächen und ihre Nutzungsart haben, besser bestimmen und festlegen können, welche Flächen sich für eine naturnahe und ökologische Aufwertung anbieten“, erläuterte Werner Stratmann (Grüne) den Antrag. Zudem solle die Gemeinde mit gutem Beispiel bei der Gestaltung ihrer Grünflächen vorangehen.

Erfahrungen würden zeigen, dass die Umstellung auf nachhaltige Pflegesysteme nur gemeinsam mit den Mitarbeitern möglich ist, die diese Arbeiten durchführen. Nur wenn diese den Sinn und die Vorteile dieser Pflege- und Managementsysteme erkennen und annehmen, könne die Umstellung erfolgreich sein, heißt es in dem Antrag der Fraktionen weiter. Hans-Heinrich Witt von der Verwaltung stand dem Antrag insgesamt positiv gegenüber. Nachdem er erläutert hatte, wie viele unterschiedliche Flächen die Gemeinde pflegt und was bereits gemacht wird, fragte er: „Ein Managementplan ist immer mit viel Arbeit und auch zusätzlichen Kosten verbunden. Reicht es ihnen vielleicht auch erstmal, wenn ich eine ,einfache‘ Auflistung aller Flächen zum nächsten UPA mitbringe?“ Ein Vorschlag, mit dem am Ende alle leben konnten, wenn es auch einigen Bedenkenträger in den Fraktionen gab.

Neben kurzfristig umsetzbaren Änderungen auf Grünflächen sollen auch langfristige Projekte so besser angestoßen werden können. Allerdings mahnte Bürgermeister Wolfgang Annen: „Es hat ja, wie Herr Witt gerade sagte, schon einmal einen solchen Vorstoß gegeben, der aber in der Bevölkerung nicht gut ankam. Wichtig ist es deswegen, dass, zum Beispiel nur weil die Blühphase beendet ist und die Fläche vermeintlich nicht mehr schön anzusehen ist, die Politik mit der Verwaltung dann geschlossen hinter diesen Maßnahmen steht und die Bürger für die dann weniger hübschen Grünbereiche sensibilisiert und ihnen erklärt, warum das so ist.“

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