Städtepartnerschaft
Postwendende Antwort

Ostbevern/Loburg -

Zu einem Örtchen bei Magdeburg gibt es in der Gemeinde seit rund 30 Jahren eine besonders enge Bindung. Denn im Jahr 1989 wurden die ersten offiziellen Gespräche zwischen der Gemeinde Loburg und Ostbevern aufgenommen. Die ersten Bestrebungen zu der heutigen Partnerschaft reichen aber noch sehr viel weiter zurück.

Samstag, 09.11.2019, 07:00 Uhr
Nur ein Jahr nach dem Mauerfall konnten die beiden Bürgermeisterinnen aus Loburg und Ostbevern die Partnerschaftsurkunde der beiden Gemeinden unterzeichnen.
Nur ein Jahr nach dem Mauerfall konnten die beiden Bürgermeisterinnen aus Loburg und Ostbevern die Partnerschaftsurkunde der beiden Gemeinden unterzeichnen. Foto: Privat

„Dahin ging mein erster Betriebsausflug“, sprudelt es aus Ulrike Jasper raus, als sie die Stichworte „ Mauerfall “ und „Beginn der Städtepartnerschaft Ostbevern-Loburg“ hört. Heute vor 30 Jahren fiel die Mauer zur ehemaligen DDR, und die innerdeutschen Grenzen wurden geöffnet.

Damit er öffneten sich jedoch nicht nur für DDR-Bürger ganz neue Möglichkeiten, auch in Ostbevern war schnell klar, dass man aktiv werden will. Denn bereits im Jahr 1958 gab es die ersten Bestrebungen, Kontakte in den „Osten“ aufzubauen. Damals war Eugen Kotte , seines Zeichens Lehrer am Gymnasium Johanneum mit einer Obersekunda auf dem Weg nach Berlin. In Magdeburg hatten Schüler und Lehrer einen längeren Aufenthalt. „Da kamen plötzlich zwei Pennäler auf ihren Pauker zu und wiesen darauf hin, dass dort ein Zug nach Loburg fährt“, erinnerte sich Eugen Kotte kurz nach dem Mauerfall. Kontaktversuche nach einigen Recherchen der Loburger Pennäler scheiterten. Eine Antwort aus dem Örtchen bei Magdeburg blieb seiner Zeit aus.

Einen ersten Kontakt per Schriftwechsel zu Zeiten des Mauerfalls habe es dann aber doch gegeben, erinnerte sich Kotte kurz nach der Wende. Der damalige Direktor des Polytechnikums (eine höhere Fachschule) in Loburg, sei auf einer Fahrt zu seiner Tochter in Lingen ein Hinweisschild zur Loburg in Ostbevern aufgefallen, worauf er sich brieflich an die Schule der Bevergemeinde wandte.

Doch mit dem Mauerfall kam Bewegung in den Begegnung zwischen den beiden Gemeinden. Nach Öffnung der Grenze am 9. November 1989 schrieb die Loburg erneut an die Stadt Loburg. Und dieses Mal kam postwendend eine Antwort von der Namensvetterin aus Sachsen-Anhalt. Das wiederum veranlasste einige Pioniere aus Ostbevern zum Besuch in Loburg. Mit dem Schul-Bulli machten sich Aloys Kleine Büning, Bruder Ludwig, die Eheleute Mose, die Eheleute Sagemerten, Bürgermeisterin Hildegard Tünte und Präses Günter Witthake am 9. Februar 1990 auf den Weg in den Osten.

Sichtlich beeindruckt kamen die Reisenden seinerzeit zurück in ihre heimatlichen Gefilde. Schnell war klar, dass man die Kontakte zum kleinen Städtchen Loburg weiter intensivieren wollte – der Zündfunke war übergesprungen. So dauerte es nicht lange, und es entstanden zahlreiche Kontakte. Und besonders im Bereich der Verwaltung konnte in den Anfängen Hilfestellung geleistet werden.

Aufgrund der Vielzahl an regen Kontakten, die sich in nur kürzester Zeit entwickelten, konnte bereits neun Monate nach dem ersten Treffen „ein gesundes Kind geboren werden“, wie es Hildegard Tünte seinerzeit formulierte: „Wir wünschen, dass unser Partnerschaftskind gesund bleibt, kräftig wird und allen Freude macht“, fügte sie damals hinzu und unterzeichnete gemeinsam mit ihrer Amtskollegin Maria Gruhn die Partnerschaftsurkunde.

Bis heute hat die Partnerschaft Bestand. Immer wieder finden gegenseitige Besuche statt und beide Gemeinden dürfen sich darauf freuen, im kommenden Jahr den 30. „Geburtstag“ ihrer Städtepartnerschaft feiern zu dürfen.

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