Musikalisch-literarische Revue
Die Magie des Mondes

Ostbevern -

Mit dem Geheimnisvollen und Magischen des Mondes setzte sich eine musikalisch-literarische Revue auseinander.

Sonntag, 10.11.2019, 15:00 Uhr
Caroline Kunert, Martina Licht, Ulla Elbers, Brigitte Pohl, Frank Düring und Matthias Bals (v.l.) waren Teil des Ensembles.
Caroline Kunert, Martina Licht, Ulla Elbers, Brigitte Pohl, Frank Düring und Matthias Bals (v.l.) waren Teil des Ensembles. Foto: Reinker

Die große Anziehungskraft des Mondes machte sich am Samstag in der Bevergemeinde ganz besonders bemerkbar. Denn mit „Mondsüchtig“, einer musikalisch-literarischen Revue, gelang es dem Verein „Ostbevern Kultur“ fast 200 Besucher in die Aula der Josef-Annegarn-Schule zu locken. Ein künstlerisches Ensemble rund um Moderator Frank Düring brachte das Publikum in den Genuss von vielen literarischen Werken, Liedern und Tänzen, die sich mit dem Geheimnisvollen und Magischen des Mondes auseinander setzten.

Einen furiosen Start legten Jan Dirk Frönd und Matthias Bals hin, die „Der Mann im Mond“ nach einer Version von Gus Backus auf die Bühne brachten.

Der Mond sei ja heutzutage etwas recht Profanes, meinte Frank Düring in einigen einleitenden Worten. „In unserer elektrifizierten Welt ist sein Licht nur noch eines unter vielen in der Nacht. Wer sollte da noch der Idee verfallen, den Mond in Liedern und Gedichten zu besingen?“, fragte er sich. Und doch wurde der Planet in vielen Jahrhunderten dichterisch verarbeitet, und seine Wirkungsweise wird heute noch im modernen Liedgut eingebracht. Der Abend gab darüber fast chronologisch einen Überblick.

Dem Zauber der Mondnacht sind die Dichter im Barock und in der Romantik reihenweise verfallen. Beispiele dafür kamen von Caroline Kunert, Martina Licht, Sandra Düring, Brigitte Pohl und Ulla Elbers, die Gedichte von Annette von Droste Hülshoff, Friedrich Rückert und Rolf Baumbach rezitierten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts habe sich das künstlerische Interesse am Mond verändert, so Frank Düring. „Heutzutage findet man den Mond allenfalls noch als kitschiges Accessoire in Schlager-Romanzen“, sagte er. „Er findet sich in der Esoterik-Ecke wieder, bestimmt Aussaattermine und den nächsten Haarschnitt.“

Neben bekannten Kinderliedern, die die Kleinen bestenfalls in den Schlaf geleiten, wurde der Erdtrabant auch mit Tieren in Verbindung gebracht. Den dazu passenden Tanz zu „Mondlicht“ aus dem Musical „Cats“ wie auch eine Vorführung zu „Hejo de la Luna“ brachte eine Gruppe des „Tanz-fit“-Studios dar.

Der „Säufermond“ von Udo Lindenberg, Hans Jürgen Heises „Mond über den Fressalien“ wie auch „Der Mann im Mond“, der von den Prinzen besungen wurde, beleuchteten den Erdbegleiter auf moderne Art und Weise.

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