Evakuierung in Ostbevern
Gasleitung angebohrt - Nachbarn müssen ihre Häuser verlassen

Ostbevern -

Zahlreiche Bewohner des Bereichs „Im Kirchesch/Rochusstraße“ mussten am Montagnachmittag ihre Häuser verlassen, nachdem bei Tiefbohrarbeiten eine Gasleitung beschädigt worden war.

Montag, 25.11.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 07:40 Uhr
Bei einer Spülbohrung wurde am Montagnachmittag eine Gasleitung angebohrt. Das führte zu einem Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr. In einem Umkreis von 200 Metern wurden die Bewohner der Häuser und Wohnungen, wie hier Familie Suffa, evakuiert.
Bei einer Spülbohrung wurde am Montagnachmittag eine Gasleitung angebohrt. Das führte zu einem Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr. In einem Umkreis von 200 Metern wurden die Bewohner der Häuser und Wohnungen, wie hier Familie Suffa, evakuiert. Foto: Große Hüttmann

Bei Spülarbeiten für eine Fernwärmeleitung wurde am Montagnachmittag eine Gasleitung im Bereich „Im Kirchesch/Rochusstraße“ angebohrt. Ein Fehler mit dramatischen Folgen, denn da aus der zehn Zentimeter dicken Leitung große Mengen Erdgas ausströmten, entschlossen sich die Einsatzkräfte, in einem Umkreis von 200 Metern um die betroffene Stelle zu evakuieren.

Betreuungszentrum für Evakuierte

Die betroffenen Personen wurden aufgefordert, sofort ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Wer nicht zu Freunden, Verwandten oder Bekannten wollte oder konnte, der hatte die Möglichkeit, ins Edith-Stein-Haus zu gehen. Dort hatte das DRK ein Betreuungszentrum eingerichtet. Etwa 50 Personen waren dort.

Gegen 20.30 Uhr konnten die ersten Betroffenen nach Angaben der Stadtwerke Ostmünsterland wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zeitgleich wurde der Strom wieder angestellt und die Gasheizungen unter Aufsicht in Betrieb genommen.

Gasleitung in Ostbevern angebohrt

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Wie Mirko Seppelt, zuständiger Gasmeister bei den Stadtwerken Ostmünsterland, erläuterte, hatte die Gasleitung an der Schadstelle nicht einfach abgestellt werden können. Daher entschlossen sich die Experten, an insgesamt drei Stellen sogenannte Kopflöcher zu graben und dort die Leitung abzuklemmen, um ein weiteres Ausströmen von Gas zu verhindern.

Gefahr musste vermieden werden

Auch danach konnten die Arbeiten an der Schadstelle nicht direkt beginnen, sondern vielmehr musste durch Messungen erst einmal eine Gefahr für die Arbeiter vermieden werden. Das war nicht ganz einfach, denn durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt der Erde an der Schadstelle hielten sich in diesem Bereich auch längere Zeit Gasreste.

Feuerwehr-Einsatzleiter Nico Holtkemper hatte sofort nach einer ersten Lageerkundung in Zusammenarbeit mit der Polizei den betroffenen Bereich weiträumig absperren und evakuieren lassen. 48 Feuerwehrleute waren in den Abendstunden im Einsatz, zudem noch einmal rund ein Dutzend Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die die Betreuung der Evakuierten im Edith-Stein-Haus übernahmen. Unter anderem die Fernmeldeeinheit der Feuerwehren des Kreises Warendorf sowie andere Spezialisten waren ebenfalls vor Ort.

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung um Ordnungsamtsleiterin Barbara Roggenland waren zudem im Einsatz. Bürgermeister Wolfgang Annen machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Im Rathaus selbst war außerdem für alle Fragen rund um das Gasleck und die Sperrungen schnell ein Bürgertelefon eingerichtet worden. Ulrike Jasper hatte diesen Dienst übernommen.

Evakuierte gelassen

Die Evakuierten waren größtenteils recht gelassen. „Es war schon ein komisches Gefühl dabei, als es gegen 15 Uhr plötzlich hieß. Nehmen Sie eine Jacke mit und verlassen Sie sofort das Haus“, sagte Tino Suffa, der zusammen mit seiner Frau Nadja und seinen drei Kindern im Edith-Stein-Haus betreut wurde. „Doch sowohl die Abläufe als auch die Versorgung hier sind sehr gut organisiert“, lobte er die Helfer.

Der Alarm für die Ostbeverner Rotkreuzler kam gegen 14.30 Uhr. Rotkreuzleiter Christian Gerlach und zehn Helfer richteten sofort die Notunterkunft ein. Später kamen Einsatzkräfte vom DRK Telgte hinzu, die mit sieben Helfern für die Verpflegung der Feuerwehreinsatzkräfte mit Essen und Getränken zuständig waren.

Wie der Zufall es will, hatten die Rotkreuzler noch am Samstag in Drensteinfurt auf einer großen Übung eben genau dieses Szenario durchgespielt. „Wir können hier nun alles umsetzen, was wir bei der Großübung auch gemacht haben, nur in kleinerem Maßstab.“

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