Ganzheitliche Lösungen gesucht
Vandalismus im Fokus

Ostbevern -

Der Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss beschäftigte sich mit dem Thema Vandalismus und ob durch Beleuchtung und Videoüberwachung Vorfälle dieser Art in Zukunft zu vermeiden sind.

Freitag, 29.11.2019, 06:00 Uhr
„Dieser Bereich wird videoüberwacht“ – dieses Hinweisschild steht am Zugang zum Schulhof des Gymnasium Augustinianum in Greven.
„Dieser Bereich wird videoüberwacht“ – dieses Hinweisschild steht am Zugang zum Schulhof des Gymnasium Augustinianum in Greven. Foto: Gunnar A. Pier

Die Ereignisse auf dem Grundstück der Franz-von-Assisi-Grundschule reichten auch Wochen nach den vorerst letzten Vandalismusvorfällen ( WN berichteten) bis in den diese Woche stattfindenden Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss (BGSA).

Schulleiterin Martina Lamour brachte das Thema direkt am Anfang auf die Agenda. „Ich muss mich erstmal bedanken, dass uns so schnell und toll geholfen worden ist. Die abgerissenen Köpfe sind wieder angebracht und die Holzpferde erfreuen sich wieder größter Beliebtheit auf unserem Schulhof“, eröffnet sie, fragte aber auch gleich weiter: „Was geschieht denn nun? Wie kann sowas in Zukunft besser vermieden werden?“

Die Schulleiterin brachte in diesem Kontext auch das Thema Videoüberwachung in Kombination mit deutlich mehr Licht auf den Tisch. „Da müssten wir einmal nachsehen, mit welchen Anforderungen das verbunden ist“, sagte dazu Bürgermeister Wolfgang Annen. Er ergänzte, dass die Idee, dass damit der Sicherheitsdienst einspart werden könnte, aber nicht greifen würde. „Der Sicherheitsdienst ist ja nicht nur an der Franz-von-Assisi-Schule tätig. Leider müssen wir die Sicherheitsdienste auch an anderen Bereichen in der Gemeinde in Anspruch nehmen.“

So sei die Polizei nicht immer in der Lage, alle Plätze ausreichend zu patrouillieren. „Das weitere Problem ist auch, dass der Umgangston sich deutlich verschlechtert hat. Die Verrohung der Sprache, die viele aus dem Internet kennen, nimmt auch auf der Straße immer mehr zu. Auch die Umgangsformen werden rauer.“ Die Polizei wäre längst nicht mehr die Autorität unter den Jugendlichen, wie sie es einmal gewesen sei, resümierte der Bürgermeister und berichtete von diversen Vorkommnissen, die in der Vergangenheit geschehen seien.

Einig waren sich die Anwesendenden aber dahingehend, dass es neben Sanktionen noch etwas anderes geben müsse. Begrüßt wurde deswegen die Initiative der Gemeinde sowie der Aufsuchenden Jugendarbeit, dass versucht werde, die Jugendlichen zu einem Dialog aufzufordern. Eine erste Möglichkeit dazu gibt es heute um 16.30 Uhr im Kinder- und Jugendcafé. Unter der Überschrift „Wie gestalten wir den Sommer 2020“ soll so schon früh im Vorfeld geklärt werden, wie Vorfälle, die es in diesem Jahr gegeben hat (WN berichteten), unterbunden werden können.

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