Herz-Jesu-Kirche in Brock
Ein Schneemann in der Wüste

Brock -

Seit 2003 ist die Malteser-Jugend in der Herz-Jesu-Kirche in Brock federführend in Sachen Krippenaufbau. So auch in diesem Jahr wieder. Weitere Mitglieder saßen noch während des Aufbaus dicht gedrängt um den Laptop und feilten an ihren Texten für den Gottesdienst.

Sonntag, 01.12.2019, 18:10 Uhr
Jana Stegemann (Mitte) baut zusammen mit ihrer Malteser-Jugendgruppe die Landschaft rund um die Krippe auf.
Jana Stegemann (Mitte) baut zusammen mit ihrer Malteser-Jugendgruppe die Landschaft rund um die Krippe auf. Foto: Allendorf

„Ich habe mir schon eine Notiz gemacht, dass wir im nächsten Jahr mehr Sand brauchen“, sagt Melanie Brüske mit einem Blick auf ihr Smartphone. „Ich finde wir brauchen jetzt gar nicht mehr so viel Sand, da stehen ja die Figuren“, wirft Jana Stegemann ein und erntet dafür die Zustimmung ihrer Gruppe. Während die beiden Malteser-Jugendgruppenleiterinnen noch mit ein paar Jugendlichen im Gespräch sind, sitzen weitere Mitglieder noch während des Krippenaufbaus dicht gedrängt um den Laptop und feilen an ihren Texten für den Gottesdienst.

Seit 2003 ist nämlich in der Herz-Jesu-Kirche in Brock die Malteser-Jugend federführend in Sachen Krippenaufbau. Und da geht es längst nicht immer traditionell zu. „Wir überlegen jedes Jahr im November unter welches Thema wir die Krippe stellen können“, erklärt Jana Stegemann, während sie immer ein Auge darauf hat, wie die acht Jugendlichen der Gruppe am Krippenaufbau werkeln. Und denen macht der Aufbau sichtlich Spaß. „Hier ist noch Sand“, sagt Alexander Jahn, dritter im Bunde der Gruppenleiter. „Ich mach das“, ruft Paula und auch weitere helfende Hände sind schnell zur Stelle. Emsig werden Sand und noch mehr Moos auf der Fläche vor dem Stall verteilt.

In diesem Jahr steht der Aufbau unter dem Thema „Klimawandel“. „Das haben wir vorher bei der Gruppenstunde abgestimmt“, erzählen die Jugendlichen, ohne dabei von ihrer Arbeit abzulassen. „Das Thema ist einfach präsent gewesen dieses Jahr“, erzählen die Mädchen, warum sie sich dafür entschieden haben.

Für die Ideen kam ihnen dann der Aufbau aus dem vergangenen Jahr gerade recht. „Da hatten wir eine Schneelandschaft“, sagt Jana Stegemann. Passend zum Klimawandel steht der Schneemann aus dem vergangenen Jahr nun in einer Pfütze und das in direkter Nachbarschaft zu einer Wüstenlandschaft. Dennoch finden auch die klassischen Naturmaterialien ihren Platz im Aufbau. Durchbrochen allerdings von „Demo-Plakaten“, wie sie in den vergangenen Wochen und Monaten bei so mancher „Fridays for Future“-Demo zu sehen gewesen sind.

Gisela Ahlbrand ist begeistert: „Das sieht toll aus“, sagt sie. „Das nimmt mir einfach eine Menge Arbeit ab und ist jedes Mal ein Hingucker.“ Einen kleinen Einwand beim Blick auf die Plakate hat sie aber dennoch: „Übersetzt ihr das auch noch?“ Denn nicht nur deutsche Slogans sind auf den Plakaten zu lesen. Klar, das wird im Gottesdienst erläutert, sind sich die Jugendlichen sofort einig. Und werkeln weiter am Aufbau und an ihren Texten und Fürbitten.

Nach der Vorstellung des Aufbaus – immer traditionell am ersten Advent – folgt am zweiten Advent das Aufstellen der Tiere in der Krippe. Am dritten Advent werden die Messdiener dann die Figuren aufstellen, bevor am Heiligen Abend dann das Jesus-Kind in die Krippe gelegt wird.

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