Dorfentwicklungskonzept Brock
Das Potenzial ist da

Ostbevern-Brock -

Für die Bröcker kann es nun ans Eingemachte gehen, wollen sie im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes etwas für den Ortsteil tun.

Samstag, 14.12.2019, 10:00 Uhr
Etwa 50 Besucher nahen an der Abschlussveranstaltung zum Dorfentwicklungskonzept im Dorfspeicher teil.
Etwa 50 Besucher nahen an der Abschlussveranstaltung zum Dorfentwicklungskonzept im Dorfspeicher teil. Foto: Anne Reinker

Nach einem ersten Bürgerforum im September sowie der Planungswerkstatt einige Wochen später ( WN berichteten) fand jetzt die offizielle Abschlussveranstaltung statt. Die rund 50 Besucher bekamen durch das Planungsbüro Wolters und Partner die Ergebnisse präsentiert. Ob nun weiter daran gearbeitet wird, liegt zum Großteil an den Bröckern selbst.

„Es ist für uns wichtig, von Ihnen ein Feedback zu bekommen“, sagte Carsten Lang vom Planungsbüro, denn „es geht uns nicht darum, jetzt einfach einen Haken an das Ganze zu machen.“ Damit dies nicht geschieht, sieht das Planungsteam jetzt engagierte Bröcker in der Pflicht.

Die Ergebnisse, die im Rahmen des Dorfentwicklungskonzept unter dem Leitbild „Brock zukunftsfähig, lebenswert und mobil für alle Generationen“ erarbeitet wurden, erläuterte Nele Bonnekessel.

Carsten Lang (kl. Foto l., Planungsbüro Wolters und Partner) und Bürgermeister Wolfgang Annen führten durch den Abend.

Carsten Lang (kl. Foto l., Planungsbüro Wolters und Partner) und Bürgermeister Wolfgang Annen führten durch den Abend. Foto: Anne Reinker

Etliche Baustellen kann es wortwörtlich mit den Gebäuden Weiligmann und der alten Schule geben, für die die Bröcker sowie die Planer Handlungsbedarf und -potenzial sehen. „Da ist bestimmt auch die Bürgerschaft gefragt“, meinte Nele Bonnekessel. An diesen Stellen das soziale Leben zu fördern, etwa durch eine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen oder als Treffpunkt für alle, können sich die Planer durchaus vorstellen. Auch unter anderem für Nahversorger oder „Arztsprechstunden“ dürften sich dort neue Wege auftun.

Potenzial sahen die Planer auch in der Fläche an der Kirche. Eventuell könne man hier bestimmte Aktionen in Angriff nehmen, so die Referentin. Carsharing, Bürgerbusse, E-Bike-Ladestationen, Schutzstreifen auf den Straßen für die Radfahrer und eine Mitfahrer-App wurden als Möglichkeit gesehen, die Mobilität der Bröcker sicherzustellen.

Eine Ampelanlage vor dem geplanten Feuerwehrhaus anzubringen und das bisherige Feuerwehrgerätehaus in einen Sportraum zu verwandeln, waren weitere Ideen, die noch von einigen Bürgern eingebracht wurden. Auch gab es Anregungen, das Waschmaschinenmuseum in die Planungen miteinzubeziehen.

„Es ist nicht so, als ob hier alles furchtbar wäre“, stellte Carsten Lang klar. Wolle man noch etwas verbessern, sei es wichtig, miteinander und mit der Gemeinde im Gespräch zu bleiben.

Durch Fördermittel verschiedener Herkunft könnten schon einzelne Maßnahmen kurz- wie auch mittelfristig in Angriff genommen werden.

Die Stärkung der Dorfgemeinschaft soll kurzfristig angegangen werden. Eine „Dorf-App“ für das Smartphone sei eine Möglichkeit dafür. Unabdingbar, soll es mit dem Dorfentwicklungskonzept weitergehen, sei die Gründung eines „Arbeitskreises Brock“, wie Bonnekessel betonte: „Es ist wichtig, dass der Prozess, der jetzt begonnen wurde, auch weitergeführt wird.“

Dieser Anregung folgten etliche Bröcker direkt. Knapp 20 der Besucher sicherten zu, mitzuarbeiten. Sobald der Handlungsleitfaden des Planungsbüros vom Gemeinderat beschlossen worden ist, kann es für alle Beteiligten losgehen.

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