Vorsitz muss bald neu besetzt werden, sonst droht Auflösung
Hospizverein noch immer auf der Suche

Ostbevern -

Die Suche nach einem Nachfolger für Daniela Kunkemöller als erste Vorsitzende des Hospizvereins muss bald Erfolg haben, sonst droht dem Verein die Auflösung.

Donnerstag, 19.12.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 16:08 Uhr
Wünschen sich Zuwachs im Vorstand: Helga Börnhorst-Löchte, Adelheid Wanke, Hans Wallschlag und Daniela Kunkemöller (v.l.).
Wünschen sich Zuwachs im Vorstand: Helga Börnhorst-Löchte, Adelheid Wanke, Hans Wallschlag und Daniela Kunkemöller (v.l.). Foto: Anne Reinker

„Es wird jetzt Zeit“, betonte Daniela Kunkemöller . Damit sagte die Vorsitzende des örtlichen Hospizkreises, dass die Suche nach ihrem Amtsnachfolger bald erfolgreich sein muss. Kündigte Kunkemöller bereits bei der letzten Mitgliederversammlung im Frühjahr an, nicht noch einmal zur Wahl stehen zu wollen, müssen jetzt bald die Weichen gestellt werden, damit der Fortbestand des Vereins gesichert ist.

Innerhalb des Vereins habe sich bislang noch niemand gezeigt, der den Vorsitz übernehmen will, sagte Daniela Kunkemöller. Anwärter bräuchten keine Befürchtungen hegen, dass das Amt künftig sehr viel Aufwand koste, denn der Hospizkreis habe einen zeitraubenden Teil der Verantwortlichkeiten gestrichen. So wurde auf der Klausurtagung beschlossen, dass man sich aus der Förderfähigkeit zurückziehen werde. Diese zöge nämlich zu viele Vorgaben mit sich und verursache einen hohen Verwaltungsaufwand für den Vorsitz. „Der ganze Wust fällt dann weg“, erklärte Hans Wallschlag. Das habe bislang alles auf den Schultern der Vorsitzenden geruht.

„Es gibt durchaus Leute, die gerne administrative Aufgaben übernehmen möchten“, sagte Daniela Kunkemöller. Auch einige repräsentative Termine gelte es zu übernehmen. Zudem muss der Hospiz-Gedanke verstanden werden, aber: „die Person muss bis jetzt noch kein Mitglied im Hospizkreis sein“, sagte sie.

Was die neue Vorsitzende oder der neue Vorsitzende erwarten kann? „Wir sind ein gut eingespieltes Team“, erklärt Hans Wallschlag. „Die Aufgabenbereiche sind klar verteilt, die Zusammenarbeit hat bislang immer gut geklappt.“

Wer sich für die Arbeit im Team oder den Vorsitz vorstellen kann, soll sich melden, wünscht sich der Vorstand. Der Kontakt ist über die Homepage www.hospizkreis-ostbevern.de möglich. „Man wird hier auf jeden Fall mit offenen Armen aufgenommen“, versprach Daniela Kunkemöller. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung Ende März sollte sich jemand bereit erklärt haben. Sollte das nicht passieren, kann der Verein zwar aufgrund der Satzung noch eine bestimmte Zeit ohne ersten Vorsitzenden existieren. Letztendlich aber müsse die Auflösung des Hospizkreises folgen. „Nur mit dem Verein hier vor Ort ist die enge Anbindung zur Bevölkerung weiterhin möglich“, betonte Daniela Kunkemöller die große Bedeutung, die der Hospizkreis für die Gemeinde habe.

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