Baugebiete Wischhausstraße/Loheide
Baumreihe vor ungewisser Zukunft

Ostbevern -

Auf dem Grenzgebiet zwischen den Baugebieten Wischhausstraße und Loheide steht eine Baumreihe. Die Anwohner würden sich über eine Entfernung freuen, doch der Rat hat das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Freitag, 03.01.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 14:32 Uhr
Die Baumreihe auf der Grenze zwischen den Baugebieten Wischhausstraße und Loheide wird möglicherweise entfernt.
Die Baumreihe auf der Grenze zwischen den Baugebieten Wischhausstraße und Loheide wird möglicherweise entfernt. Foto: Alex Piccin

Was passiert mit den Bäumen an der Grenze zwischen den Baugebieten Wischhausstraße und Loheide? „Diese Bäume sind alle markiert“, wunderte sich Ulrich Lunkebein (Grüne) in der letzten Ratssitzung des Jahres. Ein bisschen Licht ins Dunkel brachte Hans-Heinrich Witt , Leiter des Fachbereichs IV, an dieser Stelle.

Er erläuterte: „Bei dem Bereich handelt es sich um eine ehemalige Grabenparzelle.“ Dort stehen einige Bäume, die im gemeinsamen Eigentum der angrenzenden Grundstückseigentümer stehen. „Das ging immer bis zur Parzellenmitte“, erklärt Witt weiter.

Bei dem Bereich handelt es sich um eine ehemalige Grabenparzelle.

Hans-Heinrich Witt

Im Zuges des Baugebietes Wischhausstraße, zweiter Abschnitt, habe man nun eine Neuordnung vorgenommen und die ursprüngliche Parzelle aufgelöst. Nun sei der Grenzverlauf der Anlieger mittig auf der ehemaligen Grabenparzelle. Diese haben einen etwa ein bis zwei Meter breiten Streifen zu ihrem Grundstück hinzubekommen.

Bei einem Ortstermin mit den betreffenden Grundstückseigentümern sind die Bäume gekennzeichnet worden, um sie entsprechenden Bereichen zuzuordnen.

Farbigen Markierungen an den Stämmen deuten auf die Besitzverhältnisse und eine mögliche Fällung hin.

Farbigen Markierungen an den Stämmen deuten auf die Besitzverhältnisse und eine mögliche Fällung hin. Foto: Alex Piccin

Gelbgrüne Kreuze und Pfeile sind angebracht worden. Zeigen die Pfeile in Richtung der Grundstücke, gehören die Bäume den Anwohnern, andernfalls der Gemeinde. Ein Anwohner sagte, die Fällung der Bäume sei beschlossene Sache. Er und seine Nachbarn hätten – bis auf eine Ausnahme – auch nichts dagegen: „Die Erlen machen viel Dreck.“ Ein Anwohner möchte allerdings eine große Eiche stehen lassen, die auf seinem Grundstück steht.

Einer beschlossenen Fällung widerspricht Hans-Heinrich Witt auf Nachfrage: „Der Rat hat darüber noch nicht entschieden und wird das möglicherweise in der nächsten Sitzung am 23. Januar tun.“ Entsprechend laufe auch noch keine Ausschreibung für etwaige Fällarbeiten.

In der Ratssitzung hieß es zudem nicht, dass kein besonderer Schutz dieser Bäume bestünde. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir im Bebauungsplan für Loheide verankert haben, dass die Bäume stehen bleiben müssen“, warf Mathilde Breuer (CDU) ein und bekam Unterstützung aus den anderen Fraktionen dafür.

Seinerzeit sei eine Randbegrünung beschlossen worden, da man in Ostbevern auf eine Baumsatzung verzichtet habe, erinnerte sich auch Heinz-Josef Zumhasch (SPD). „Bitte klären Sie, ob es wirklich private Bäume sind“, forderte Werner Stratmann (Grüne) die Verwaltung auf. Dies ist mittlerweile geschehen. Alles weitere muss der Rat entscheiden.

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