Nächtlicher Einbruch ins Freibad Ostbevern
Jugendlicher Leichtsinn

Ostbevern -

Jugendliche sind in Ostbevern ins Freibad eingebrochen und ins eiskalte Wasser gesprungen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass so eine Aktion tödlich enden kann.

Dienstag, 14.01.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 14:32 Uhr
Das Wasser im Freibad ist trübe und eiskalt – ein Risiko für jeden, der hineinspringt.
Das Wasser im Freibad ist trübe und eiskalt – ein Risiko für jeden, der hineinspringt.

Die derzeit eher milden Temperaturen haben offensichtlich unbekannte Jugendliche am Wochenende dazu veranlasst, ins Freibad einzudringen und ein nächtliches Bad zu nehmen.

Nicht nur, dass sich die jugendlichen Täter widerrechtlich Zugang zum Freibadgelände verschafft und sich damit strafbar gemacht haben, ihren Übermut hätten sie auch schnell mit dem Leben bezahlen können, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Denn der Sprung ins kühle Nass kann lebensgefährlich sein, weiß Schwimmmeister Christian Schwarzenberg : „Die Wassertemperatur in den Freibadbecken liegt derzeit bei rund vier Grad Celsius. Die unvermittelte Kälte beim Eintauchen ins Wasser kann einen Nervenreflex auslösen, der auch bei gesunden Menschen zu einem plötzlichen Herzstillstand führen kann. In Verbindung mit Alkohol ist dieses Risiko sogar noch größer, denn der Konsum von Alkohol weitet die Blutgefäße.“

Ein weiteres Risiko sei die geringe Wassertiefe in den Freibadbecken. In den Wintermonaten werde das Wasser nämlich nicht abgelassen, der Wasserspiegel aber abgesenkt. Da das Wasser derzeit nicht gereinigt wird, sei es trübe und die Wassertiefe nicht zu erkennen, heißt es aus dem Rathaus weiter. Bei Dunkelheit schon gar nicht. Ein Sprung ins Wasser kann da fatale Folgen haben und zu schwersten Verletzungen führen.

Insofern warnt Schwimmmeister Christian Schwarzenberg eindringlich vor zu viel jugendlichem Leichtsinn und appelliert an die Vernunft der jungen Leute, auf unbeaufsichtigtes Baden in der Nacht tunlichst zu verzichten.

Dass auch außerhalb der Badesaison Wasser in den Becken verbleibt, hat im Übrigen einen guten Grund: Wenn es friert, würde der Druck des Erdreichs von außen zu groß, die Beckenwände würden nach innen gedrückt und beschädigt, womöglich undicht. Durch das Wasser in den Becken gibt es den benötigten Gegendruck.

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