Startschuss der Bauarbeiten an der Wischhausstraße
Erst rollen die kleinen Bagger

ostbevern -

Die Bauarbeiten für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Baugebietes Wischhaustraße laufen. Dort entstehen nach der Erschließung 150 Wohneinheiten. Doch zunächst müssen unter anderem 850 Meter Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt werden.

Freitag, 17.01.2020, 06:59 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 13:42 Uhr
Vertreter der Gemeinde trafen sich mit den Verantwortlichen der Stadtwerke, der Abwasserbetriebe, der bauleitenden Büros und des Bauunternehmens zum Startschuss der Maßnahmen an der Wischhausstraße. An der B 51 sowie an der L 830 sind Hinweistafeln für eine großräumige Umfahrung der Baumaßnahme aufgestellt worden (kleines Bild).
Vertreter der Gemeinde trafen sich mit den Verantwortlichen der Stadtwerke, der Abwasserbetriebe, der bauleitenden Büros und des Bauunternehmens zum Startschuss der Maßnahmen an der Wischhausstraße. An der B 51 sowie an der L 830 sind Hinweistafeln für eine großräumige Umfahrung der Baumaßnahme aufgestellt worden (kleines Bild). Foto: Allendorf

Noch sind die Löcher klein, die sich an der frisch eingerichteten Baustelle entlang der Wischhausstraße befinden. Doch das hat einen einfachen Grund: „Wir müssen erst einmal die genaue Lage der vorhandenen Leitungen feststellen“, sagt Hans-Heinrich Witt von der Gemeinde im Rahmen des „Spatenstichs“ für die Arbeiten an den Versorgungsleitungen entlang der Wischhaustraße und zur Erschließung des Baugebietes. Zwar gebe es Pläne, dennoch sei zu überprüfen, ob diese auch der Realität entsprächen. Denn im Bereich der Wischhausstraße liegen neben den normalen Versorgungsleitungen auch zwei Stromleitungen von Windkraftanlagen.

Sind alle Bestandsleitungen erfasst, kann es richtig losgehen. Das wird in den nächsten Tagen der Fall sein. Dabei greifen zahlreiche Faktoren ineinander: „Wasser hat immer die Angewohnheit, nach unten zu fließen“, sagt Witt. Deswegen liegt eine der ersten Stellen, die in Angriff genommen werden, im Bereich des Regenrückhaltebeckens und des Pumpwerks. Im Verlauf wird die Asphaltschicht im gesamten Straßenverlauf abgetragen: „Das ist eine alte, gewachsene Straße“, sagt Witt. In der Asphaltschicht seien noch Teerbestandteile zu finden. „Die müssen natürlich fachgerecht aufgearbeitet und entsorgt werden.“

Insgesamt werden für die Erschließung des zweiten Bauabschnittes der Wischhausstraße 850 Meter Schmutzwasserkanäle und 850 Meter Regenwasserkanäle verlegt. Hinzu kommen 30 Schachtbauwerke sowie 450 Meter Anschlussleitungen. 65 Regeneinläufe sind überdies geplant. „Unser Investitionsvolumen liegt bei 1,5 Millionen Euro“, sagt Georg Micke von TEO AÖR und bezieht sich damit auf die reine Erschließung. Kosten für den Straßenendausbau kommen für die Gemeinde noch obendrauf.

Doch bevor der erfolgt, wird zum Teil parallel zu den Kanalbauarbeiten eine Asphalttragschicht aufgebracht. „Das wird genauso laufen, wie in den anderen Baugebieten“, sagt Hans-Heinrich Witt. Der Endausbau – zumindest im Bereich der Stichstraßen und der Ringstraße – erfolgt der Endausbau erst nach Fertigstellung der privaten Bauvorhaben. Die Wischhausstraße selbst wird im gleichen Stil ausgebaut wie zuvor im ersten Bauabschnitt.

Insgesamt entstehen 150 neue Wohneinheiten in dem Baugebiet. Denn bei den Grundstücken handelt es sich in erster Linie um solche, die für eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern vorgesehen sind. „So haben wir weniger Flächenverbrauch und werden dem wachsenden ‚Wohnungsdruck‘ ein Stück weit gerecht“, sagt Wolfgang Annen.

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