Jannik Reinker geht nach Namibia, um dort ehrenamtlich zu arbeiten
Küche soll 200 Schüler versorgen

Brock -

Der Bröcker Jannik Reinker geht nach Namibia, um dort ehrenamtlich am Bau einer Suppenküche mitzuwirken.

Freitag, 24.01.2020, 17:51 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 19:56 Uhr
Jannik Reinker aus Ostbevern geht für drei Wochen nach Namibia, um dort eine Suppenküche aufzubauen.
Jannik Reinker aus Ostbevern geht für drei Wochen nach Namibia, um dort eine Suppenküche aufzubauen. Foto: Allendorf

Vor zwei Jahren war Jannik Reinker im Rahmen seines Studiums an der Akademie der Handwerkskammer Münster in Ghana, um dort ehrenamtlich beim Hausbau für Hebammen zu helfen. Am morgigen Sonntag startet er erneut zu einer Reise nach Afrika. Ziel ist dieses Mal allerdings nicht die ehemalige deutsche Kolonie Ghana, sondern Namibia, genauer gesagt in die Hauptstadt Windhoek. Auch dieses Mal engagiert sich der Bröcker ehrenamtlich beim Bau einer Suppenküche.

Erfahrungen sammeln

Befand sich der 23-Jährige bei seinem letzten Aufenthalt noch im Studium, so ist er jetzt fertiger „Designer und Projektgestalter im Handwerk“ und elbstständig in Brock tätig. Trotzdem ist er auch dieses Mal überzeugt: „So eine Erfahrung ist immer gut.“ Was ihn allerdings genau erwartet, das weiß Jannik Reinker noch nicht. „Wenn wir in Windhoek landen, müssen wir noch circa anderthalb Stunden fahren, bevor wir an der Schule ankommen, in der wir untergebracht sind“, sagt er. Seine Arbeitszeit werde dann von 7 bis 15 Uhr sein. „Das ist kein 14-Stunden-Tag. Das lässt sich alles gut machen“, sagt der 23-Jährige.

„Das ist kein 14-Stunden-Tag. Das lässt sich alles gut machen.

Jannik Reinker

Was ihn und seine sechs Kollegen – darunter Maurer, Tischler und Zimmerleute – auf der Baustelle erwartet, bleibt auch noch abzuwarten. Ebenso weiß der Bröcker nicht, wie die Gymnasiasten aus Münster, die ebenfalls an dem Projekt mitarbeiten werden, eingebunden sind. Bei einem ersten Kennenlerntreffen habe er zumindest schon erfahren, dass es kurz nach der Ankunft erst einmal in den Baumarkt geht, um die Teilnehmer mit Arbeits- und Sicherheitskleidung auszustatten.

Dann geht es am nächsten Tag an den Bau der Küche. „Das wird eine Freiluftküche“, sagt Jannik Reinker und freut sich schon, die dortige Bau- und Arbeitsweise kennenzulernen. Es gebe verschiedene Entwürfe, und ein Architekt sei vor Ort. Sicher sei, dass mithilfe der Küche nach Fertigstellung über 200 Schüler bekocht werden sollen. „Dort wird allerdings nicht wie zum Beispiel hier auf Gas gekocht, sondern über dem offenen Feuer.“

Handwerkskammer unterstützt das Projekt

Neben der Handwerkskammer Münster, die das Projekt unter dem Titel „Junges Handwerk in der Entwicklungszusammenarbeit“ betreut, ist der Verein „The Global Experience“ aus Münster sowie der „Konkrete Friedensdienst“ an dem Projekt mit Unterstützung und Förderungsleistungen beteiligt.

„Natürlich werden wir dort nicht nur arbeiten“, sagt Reinker. Die Wochenenden seien frei. Dann möchte der 23-Jährige gerne auf Safari gehen. Da sei den mitreisenden Handwerkern auch die freie Wahl gelassen, ob man sich am Programm der Gymnasiasten beteilige oder „auf eigene Faust“ etwas unternehme. „Wir haben schon überlegt, dass wir uns gerne den Etosha-Nationalpark ansehen möchten“, freut sich Reinker auf das Projekt, in dem auch das Kennenlernen des Landes auf dem Programm steht.

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