Loburger Schlosskonzert
Das Glück der Geselligkeit in Schuberts „Winterreise“

Ostbevern -

Die romantischen Lieder der „Winterreise“ von Franz Schubert standen jetzt im Mittelpunkt des Loburger Schlosskonzertes. Der Rittersaal war dabei der ideale Ort: Die Zuhörer saßen nur wenige Schritte von den Musikern entfernt. So herrschte eine sehr intime Atmosphäre.

Dienstag, 04.02.2020, 19:52 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 15:46 Uhr
Der Hamburger Bariton Martin Berner, der am Klavier von Jürgen Plich begleitet wurde, sang die vollständige Fassung des Zyklus der „Winterreise“ des Komponisten Franz Schubert.
Der Hamburger Bariton Martin Berner, der am Klavier von Jürgen Plich begleitet wurde, sang die vollständige Fassung des Zyklus der „Winterreise“ des Komponisten Franz Schubert. Foto: Bernd Pohlkamp

Einen ganz besonderen Liederabend erlebten die Besucher der Loburger Schlosskonzerte am Sonntagabend im Rittersaal des Schlosses: Die „Winterreise“ des österreichischen Komponisten Franz Schubert stand auf dem Programm. Der Rittersaal war der ideale Ort für ein derartiges Konzert. Die Zuhörer saßen nur wenige Schritte von den Musikern entfernt. So herrschte eine sehr intime Atmosphäre im Saal. Franz Schuberts „Winterreise“ von 1827 gehört wohl zu den meist aufgeführten Liederzyklen.

Die romantischen Lieder komponierte Franz Schubert im Jahre 1827 in zwei Etappen und unterteilte sie – ein Jahr vor seinem Tod – in zwei Abteilungen. Der Hamburger Bariton Martin Berner sang die vollständige Fassung des Zyklus mit insgesamt 24 Gedichten des deutschen Poeten Wilhelm Müller. Am Klavier wurde er begleitet von Jürgen Plich. So verlieh der Liedbegleiter dem Solisten die notwendige „symphonische“ Unterströmung und die Liedkomposition erhielt ihr wahres Format.

Bevor die Winterreise gesanglich ihren Lauf nahm, bereitete Jürgen Pilch das Publikum auf die insgesamt 24 Wegstrecken vor, was ein verliebter Jüngling – von unterschiedlichsten Gemütslagen getrieben – auf seinem Weg erlebte. „Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh‘ ich wieder aus. Der Mai war mir gewogen. Mit manchem Blumenstrauß.“ Mit diesen Worten beginnt die „Winterreise“ von Schubert auf der ersten Etappe „Gute Nacht“, 23 weitere folgen. Die „Einsamkeit“ gehört auch dazu: „Gib mir die Fülle der Einsamkeit.“ „Gib mir das Glück der Geselligkeit.“ Berner und Pilch präsentierten sich als ein starkes Duo. Der Beifall des Publikums zeigte, dass dieser Abend beeindruckte und den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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