30 Jahre Partnerschaft Nyundo-Ostbevern
Immer breitere Brücken gebaut

Ostbevern -

Seit drei Jahrzehnten existiert inzwischen die Partnerschaft zwischen der ruandischen Diözese Nyundo und der Kirchengemeinde St. Ambrosius. Bischof Anaclet Mwumvaneza war aus Ruanda angereist, um diesen runden „Geburtstag“ mitzufeiern. Viel Lob gab es für diejenigen, die sich für die Partnerschaft engagieren.

Montag, 10.02.2020, 19:58 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 16:32 Uhr
30 Jahre Partnerschaft Nyundo-Ostbevern: Immer breitere Brücken gebaut
Foto: Reinker

Mit dem Besuch von Bischof Anaclet Mwumvaneza wurde die 30-jährige Partnerschaft zwischen der ruandischen Diözese Nyundo und der hiesigen Kirchengemeinde St. Ambrosius am Samstagabend gefeiert. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst von Bischof Anaclet und Pfarrer Marco Klein wurde im Edith-Stein-Haus an die Entwicklung dieser Freundschaft erinnert.

Ewald Brünen, einer der Aktiven in dieser Partnerschaft, legte in seiner Ansprache im Gottesdienst den Fokus auf das Wesentliche der Beziehung. „Ihr seid das Salz der Erde“, meinte Brünen bezugnehmend auf den Bibeltext und übertrug diesen auch auf die ruandische Kontaktperson Adrienne Mukamitali. „Ihr seid das, was diese Welt unbedingt braucht: Nächstenliebe, Menschlichkeit, der Blick für die Not und die Sorgen der Mitmenschen. Jemand der sich stark macht, wenn es ungerecht zugeht oder sich einsetzt für ein friedliches Miteinander“, so Ewald Brünen. Auf solch engagierte Personen sei die Welt angewiesen, damit sie „nicht fad und öde und geschmacklos“ werde.

Im Edith-Stein-Haus richtete Bürgermeister Wolfgang Annen sein Wort an die Anwesenden. „Botschafter ehrenhalber“, so habe der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher Bürger genannt, die sich in Städte- oder Ortspartnerschaften engagieren. Zu solchen Botschaftern seien auch die Aktiven für die Partnerschaft Nyundo-Ostbevern geworden. „Das besondere daran ist, dass es keine von uns Politikern gelenkte und gesteuerte Städtepartnerschaft ist, sondern dass sie von Beginn an vor allem eine Angelegenheit der Bürger war und ist“, sagte Annen. „Nur durch dieses sehr persönliche Engagement konnte Vertrauen entstehen und eine immer breitere Brücke gebaut werden. Erst diese zwischenmenschlichen Dimensionen haben diese Partnerschaft glücken lassen.“ Partnerschaften seien ein Kapital, das die Zinsen „Freundschaft“ und „Verständigung“ trage.

Von den gegenseitigen Begegnungen lebe eine Partnerschaft, so Annen. „Denn nichts geht über den direkten Kontakt und die persönliche Anschauung, um etwas über andere Länder und Menschen zu erfahren und sich ein stimmiges Bild über die dortigen Lebensbedingungen zu machen.“ An diesem Tage liefen hier viele befreundete Wege zusammen, meinte der Redner. „Und wir alle fühlen uns hier in der Verbundenheit dieser Stunde zu Hause.“ Er dankte allen Beteiligten für das große Engagement. „Unser aller Möglichkeiten des gemeinsamen Wirkens sind noch längst nicht ausgeschöpft“, appellierte Annen.

Großen Dank äußerte auch Bischof Anaclet und brachte zum Ausdruck, wie wichtig ihm die Begegnungen in dieser Woche seien. Er lud ausdrücklich zum Gegenbesuch ein.

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