Merle Bruns geht für ein freiwilliges soziales Jahr nach Südafrika
Eine Reise ins Ungewisse

Ostbevern / Sassenberg -

Noch steckt Merle Bruns in den Vorbereitungen auf ihr Abitur an der Loburg. Doch schon im August geht es für die junge Frau nach Südafrika. Dort wird sie ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Die genauen Modalitäten erfährt die gebürtige Sassenbergerin aber erst vor Ort.

Samstag, 15.02.2020, 07:54 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 11:36 Uhr
Nach dem Abitur an der Loburg geht es für Merle Bruns nach Südafrika – eine Reise ins Ungewisse.
Nach dem Abitur an der Loburg geht es für Merle Bruns nach Südafrika – eine Reise ins Ungewisse. Foto: Daniela Allendorf

Aktuell steckt Merle Bruns in den Vorbereitungen auf ihr Abitur an der Loburg – das ist alles ziemlich durchgetaktet und gut geplant. Auf eine Reise ins Ungewisse begibt sich die junge Frau, die in Sassenberg wohnt ist, allerdings im August. Dann geht es für sie nach Südafrika. Dort wird sie ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Das ist dann aber schon alles, was sicher ist. „Ich weiß noch nicht, wo ich genau hinkomme“, erzählt Merle Bruns. Und auch, wo sie arbeiten wird, steht aktuell noch nicht fest. „Das erfahre ich wahrscheinlich erst vor Ort“, sagt die 17-Jährige.

Fremde Kulturen kennenlernen

Warum sie sich auf das Abenteuer einlässt? „Ich wollte immer schon ins Ausland“, sagt sie. Fremde Kulturen und Menschen kennenlernen. Doch bisher habe sie sich noch nie richtig überwinden können. Nicht einmal an einem Austauschprogramm habe sie teilgenommen. Dafür im August dann der Sprung ins kalte Wasser. „Ich glaube auch, dass ich jetzt, wo ich schon älter bin, etwas mehr davon habe“, ist sich die Schülerin sicher. Ein freiwilliges soziales Jahr sei in ihren Augen in jedem Fall spannender und sinnvoller. Dabei betont Merle Bruns, dass sie dort keine Entwicklungsarbeit leisten wird.

Ich würde gerne etwas mit Kindern oder Frauen machen.

Merle Bruns

Zwar weiß die Sassenbergerin nicht, wie genau ihr Job aussehen wird, dennoch konnte sie im Vorfeld einige Wünsche angeben. „Ich würde gerne etwas mit Kindern oder Frauen machen“, sagt die 17-Jährige. Auch für einen Job im Bereich Umweltschutz würde sie sich interessieren, doch das sei in Südafrika weniger zu erwarten.

Spenden sammeln

Unterstützt wird Merle Bruns durch das Programm weltwärts und die Organisation AFS. Und obwohl die Reise für die junge Frau viele Ungewissheiten mit sich bringt, so muss sie sich im Vorfeld bereits engagieren. Zu 75 Prozent werden die Kosten ihres Auslandsaufenthaltes durch die staatliche Förderung des Programms „weltwärts“ abgedeckt. Den Rest muss die angehende Abiturientin durch Spenden selber aufbringen. In Summe sind das 2750 Euro, 1800 Euro hat Bruns schon gesammelt. „Die Familie, Freunde und Bekannte haben mich schon unterstützt“, erzählt die Schülerin. Dennoch fehlen knapp 1000 Euro und die Zeit wird langsam eng. Denn bis zum 21. Februar muss sie das Geld zusammen haben. Doch die junge Frau ist optimistisch. Sie habe noch einige Termine mit potenziellen Unterstützern und hofft auf entsprechende Zuschüsse. „Ich bin über jeden Euro glücklich“, sagt sie. „Es ist einfach schön, wenn die Arbeit die man leisten wird, so gewürdigt wird. Und ich finde es wichtig, sich ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Bruns, die in ihrer Heimat Sassenberg regelmäßig ehrenamtlich im Altersheim arbeitet. Ihr soziales Engagement möchte die junge Frau auch nach ihrem Jahr in Südafrika fortsetzten und „Soziale Arbeit“ in einem Dualen Studiengang studieren.

Familie und Freunde will Merle Bruns über einen Blog auf dem Laufenden halten und über ihre Erlebnisse berichten. Wer die 17-Jährige unterstützen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse merle.brss@gmail.com an sie wenden.

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