Tagespflege und Familienzentrum Zauberburg feiern gemeinsam Karneval
Austausch der „Lebenswelten“

Ostbevern -

Die Tagespflege-Einrichtung „Die Mobile“ und das DRK-Familienzentrum Zauberburg pflegen ein gutes Miteinander. An Altweiber wurde gemeinsam Karneval gefeiert.

Donnerstag, 20.02.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 13:28 Uhr
In einer Polonaise zogen Jung und Alt durch die Räumlichkeiten der Tagespflege. Nicht nur die Kinder hatten bei ihrem Besuch ihren Spaß.
In einer Polonaise zogen Jung und Alt durch die Räumlichkeiten der Tagespflege. Nicht nur die Kinder hatten bei ihrem Besuch ihren Spaß. Foto: Reinker

Dass die verschiedenen Generationen voneinander profitieren können, ist nicht neu. In die Praxis wird das seit einigen Wochen von der Tagespflege-Einrichtung „Die Mobile“ sowie dem DRK-Familienzentrum Zauberburg umgesetzt. Mit Erfolg, wie sich schnell zeigte. Das gute Miteinander wurde bei der gemeinsamen Karnevalsfeier am Donnerstag sichtbar.

Es war ein reges Treiben: Mit einer Polonaise durch die Räumlichkeiten der Tagespflege marschierte der Jung-und-Alt-Zug. Nicht nur die Kinder, sondern auch die „Großen“ hatten bei diesem Gegenbesuch ordentlich Spaß, und es hieß immer wieder: „Zauberburg helau, Tagespflege helau“.

Der Austausch der „verschiedenen Lebenswelten“, so Martin Hengst („Die Mobile“) sei für alle bereichernd. „Sie erleben Sinnhaftigkeit und Freude in der Gestaltung der gemeinsamen Zeit und bei den gemeinsamen Aktionen“, erklärte er. Dem regelmäßigen Stuhlkreis schließen sich Bastel- und Spielaktionen wie auch Vorlesen, gemeinsames Kochen oder kleine Ausflüge an. Fast täglich finden die Besuche von jeweils ein bis zwei Senioren statt. Etwa eine gute halbe Stunde lang wird dann das Mitein­ander erlebt.

Dabei werden die Kinder mit Einschränkungen, die das Alter mit sich bringen kann, vertraut gemacht und eine gewisse Hemmschwelle überschritten, so Martin Hengst.

20 Senioren besuchen zurzeit die Tagespflege, weitere Plätze sind noch frei, so der Geschäftsführer.

„Es ist witzig, dass wir zum Teil ähnliche Rituale haben“, freute sich Martin Hengst über das gegenseitige Interesse beider Institutionen an diesem Konzept. „Die Gäste hier wie auch die Kinder können etwas von ihrer Welt, ihren Erlebnissen und Erfahrungen sowie ihrem Wissen und Können weitergeben“, erklärte Hengst. „Die Generationen lernen gegenseitig, sich auf die unterschiedlichen Ausdrucksformen einzustellen und entwickeln Sensibilität und Unterstützung in der Begegnung sowie in der Kommunikation“, meinte Martin Hengst im weiteren.

Pläne und Ideen für die zukünftigen Treffen gibt es jede Menge, etwa eine gemeinsame Gartengestaltung zum Sommer hin. „Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten der Kooperation sich ergeben“, freute sich Martin Hengst bereits auf die Aktionen.

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