Abschlussbericht zum Dorfentwicklungskonzept Brock im Rat vorgestellt
Ein ganzes Bündel von Maßnahmen

Ostbevern-Brock -

Der Rat hat einstimmig den Weg zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Dorfentwicklungskonzept Brock frei gemacht. Verbunden ist das für das laufende Haushaltsjahr mit 30 000 Euro.

Freitag, 28.02.2020, 18:28 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 12:04 Uhr
Ob die Situation im Kreuzungsbereich, das Umfeld der Kirche, die ehemalige Schule oder das Feuerwehr-Gerätehaus, das bald frei werden soll, etliche zentrale Punkte sind Bestandteil des Dorfentwicklungskonzeptes für Brock.
Ob die Situation im Kreuzungsbereich, das Umfeld der Kirche, die ehemalige Schule oder das Feuerwehr-Gerätehaus, das bald frei werden soll, etliche zentrale Punkte sind Bestandteil des Dorfentwicklungskonzeptes für Brock. Foto: Anne Reinker

Der Rat hat einstimmig den Weg zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Dorfentwicklungskonzept Brock frei gemacht. Verbunden ist das für das laufende Haushaltsjahr mit 30 000 Euro. Das Ziel des Ganzen waren kommunale Strategien für die künftige Entwicklung des Ortsteils – alles unter breiter Bürgerbeteiligung.

Das Dorfentwicklungskonzept ist, das machte Ann-Marlen Knocke vom Planungsbüro Wolters deutlich, das Ergebnis einer umfangreichen Bestandsanalyse und Einbindung der Bürger. Knackpunkte aus Sicht der Bröker seien unter anderem die Belastungen durch den Straßenverkehr, das Umfeld der Kirche mit seiner geringen Aufenthaltsqualität, schlechte Möglichkeiten der Querung der Landesstraße und große Leerstände gewesen. Als sehr positiv seien wiederum die Lage im Grünen und die Fachwerkhäuser empfunden worden.

Die Dorfentwicklungsgruppe entwarf anschließend ein Leitbild, das mit „Brock – zukunftsfähig, lebenswert und mobil für alle Generationen“ überschrieben wurde. Drei große Handlungsbereiche schließt das Konzept ein. Das sind eine verbesserte „Mobilität im Dorf“, die Themen „Wohnen und Daseinsvorsorge“ sowie die Bereiche „Dorfgestalt, Freizeit und Tourismus“.

Sehr umfangreich ist der Maßnahmenkatalog, den die Dorfentwicklungsgruppe erarbeitet hat, und den Ann-Marleen Knocke schlaglichtartig vorstellte. Ein wichtiges Thema im Bereich der Verbesserung der Mobilität in der Dorfmitte ist der Bau eines Kreisverkehrs, zudem Maßnahmen, um die Geschwindigkeit auf der Ladbergener Straße zu reduzieren. Schutzstreifen für Fahrradfahrer, eine bessere Querungssituation in Höhe der Kita, die Schaffung eines Radweges von Brock nach Ostbevern sowie die Optimierung der Beleuchtungssituation in verschiedenen Arealen.

Beim Themenbereich „Wohnen und Daseinsvorsorge“ soll es etwa um ein Konzept zur Nachnutzung der alten Schule für altersgerechtes Wohnen, die Etablierung eines Verkaufswagens für Lebensmittel in Ergänzung zum Angebot der Bäckerei sowie ein Konzept zur Errichtung eines sozialen Zentrums als sozialer Treffpunkt.

Der Maßnahmenkatalog „Dorfgestalt, Freizeit und Tourismus“ umfasst beispielsweise ein Konzept zur Gestaltung des Kirchenumfeldes, die Realisierung eines Mehrgenerationenspielplatzes sowie die Stärkung der touristischen Infrastruktur.

Bevor Bürgermeister Wolfgang Annen Mathilde Breuer als Vertreterin der Dorfentwicklungsgruppe Brock ein Exemplar des Konzeptes übergab und damit symbolisch den Startschuss zur sukzessiven Umsetzung gab, entwickelte sich ein „verbales Scharmützel“ vor allem zwischen Christ- und Sozialdemokraten.

Mathilde Breuer (CDU) sagte, recht ähnlich hatte sich zuvor ihr Fraktionskollege Hubertus Hermanns geäußert, dass sie kein Verständnis dafür habe, dass die anderen Parteien so zurückhaltend gewesen seien. Das sei schade, denn das Konzept sei eine wichtige Arbeitsgrundlage für die nächsten Jahre. Peter Eisel (SPD) betonte, dass die Sozialdemokraten nicht grundsätzlich gegen ein Konzept für Brock gewesen seien, aber von Beginn an ein Gesamtkonzept für ganz Ostbevern – einschließlich Brock – als viel sinnvoller angesehen hätten.

„Der Blick von außen auf Brock hat geholfen“, war sich Heinz-Josef Zumhasch (SPD) sicher. Karin Läkamp (FDP) betonte vor allem die Notwendigkeit eines Radweges und forderte, dass der geplante Kreisverkehr „kein Riesending“ werden dürfe.

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