Grüne stellen Anträge im Umwelt- und Planungsausschuss
Die Natur im Ort wirksam schützen

Ostbevern -

Die Grünen wollen nach der Fällung der Bäume an der Wischhausstraße strengere Regeln für den Erhalt von Biotopen dieser Art im Ortskern. Unter anderem fordern sie in einem Antrag im nächsten Umwelt- und Planungsausschuss eine Baumsatzung.

Donnerstag, 05.03.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 13:44 Uhr
Die Bäume an der Wischhausstraße konnten die Grünen nicht retten, mit einer Baumsatzung wollen sie gleich gelagerte Fälle verhindern und Biotope erhalten.
Die Bäume an der Wischhausstraße konnten die Grünen nicht retten, mit einer Baumsatzung wollen sie gleich gelagerte Fälle verhindern und Biotope erhalten. Foto: Daniela Allendorf

In ihrer letzten Sitzung beschäftigte sich die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen noch einmal mit der Fällung der Bäume an der Wischhausstraße. Werner Stratmann , Vertreter der Grünen im Umwelt- und Planungsausschuss, wies dazu noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Fraktion der Aufstellung des Bebauungsplanes zwar grundsätzlich zugestimmt habe, dann aber im Verlauf des Verfahrens, als klar wurde, dass die Bäume gefällt werden sollen, als einzige Partei den Plan abgelehnt habe.

Diese Beseitigung von wertvollem Baumbestand habe man leider nicht verhindern können, so Ulrich Lunkebein , Ortsverbandssprecher der Grünen, doch jetzt müsse man Konsequenzen daraus ziehen und endlich Beschlüsse für einen effektiven Baumschutz und die Bewahrung von wertvollem Biotopen im Ortsbereich fassen.

Die Fraktion beschloss daher, zur nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses drei Anträge zum Thema Baumschutz zu stellen.

Darin fordern die Grünen nochmals den Erlass einer Baumschutzsatzung und zusätzlich einen Grundsatzbeschluss des Rates, bei zukünftigen Bebauungsplanungen Biotope – wie die viel diskutierte Baumreihe – zu erhalten. Wenn nötig auch mit entsprechenden Abstandsflächen zu Bebauung und Zuwegungen zur Pflege der Flächen.

In einem dritten Antrag fordern die Grünen die Verwaltung auf, die Pflanzgebote auf den Parkplätzen an den Verbrauchermärkten und großen Gewerbebetrieben zu überprüfen. „Die vom Rat beschlossene Regel zur Bepflanzung mit einem großkronigen Laubbaum für je vier Stellplätze wird teilweise nicht eingehalten, oder die Bäume werden jährlich so stark zurückgeschnitten, dass sie ihre ökologische Ausgleichsfunktion für die massive Versiegelung auf solchen Parkplätzen nicht erfüllen können“, kritisierte Jochem Neumann, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Hier müssten die Eigentümer in die Pflicht genommen werden und die Verwaltung entsprechend Druck machen.

„Wenn die anderen Parteien im Rat Umwelt- und Klimaschutz ernst nehmen, müssen sie endlich Farbe bekennen und effektive Beschlüsse zum Baumschutz fassen“, so die einhellige Meinung der anwesenden Fraktionsmitglieder. Jochem Neumann dazu abschließend: „Einen Bürgerwald zu pflanzen ist schön, bleibt aber Symbolpolitik, wenn es uns nicht gelingt, die noch vorhandene Natur im Ort wirksam zu schützen und zu entwickeln.“

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