Gemeinde sagt wegen Corona Veranstaltungen ab
Reine Vorsichtsmaßnahmen

Ostbevern -

Das Corona-Virus wirkt sich inzwischen auch auf die Bevergemeinde aus. In einer Sitzung mit seinen Fachbereichsleitern entschied Verwaltungschef Wolfgang Annen bis zu den Osterferien alle gemeindlichen Veranstaltungen abzusagen. Dabei handle es sich um reine Prävention.

Mittwoch, 11.03.2020, 20:17 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 16:26 Uhr
Bürgermeister Wolfgang Annen und die Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung haben sich jüngst intensiv mit dem Risiko der Verbreitung des Corona-Virus beschäftigt und einige Entscheidungen getroffen.
Bürgermeister Wolfgang Annen und die Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung haben sich jüngst intensiv mit dem Risiko der Verbreitung des Corona-Virus beschäftigt und einige Entscheidungen getroffen. Foto: Gemeinde Ostbevern

Das Corona-Virus hat auch die Bevergemeinde erreicht. Zwar gibt es noch keinen gemeldeten Krankheitsfall, dennoch zeigt das Virus in den kommenden Wochen deutliche Auswirkungen auch in Ostbevern. Zum Schutz der Bevölkerung und um selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Gemeindeverwaltung erst einmal bis zum Ostersamstag alle eigenen Veranstaltungen abgesagt. Darunter ist auch der „Tag der offenen Tür“ im neuen Rathaus, der eigentlich am Sonntag, 22. März, stattfinden sollte. Darüber hinaus sind auch die Müllsammelaktion „Ostbevern putz(t)munter“ am 28. März und die Berufsorientierungsmesse „BOMO“ am 31. März betroffen und abgesagt. Sogar die für den 26. März anberaumte Ratssitzung sollte abgesagt werden, hieß es aus der Verwaltung. Wird jetzt aber nur um eine Woche auf den 2. April verschoben. Stattfinden wird hingegen die Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses in der kommenden Woche am 17. März.

„Szenarien des Ernstfalls“

Die Absagen seien rein präventiv und sollten keine Panik verbreiten, erläutert Ulrike Jasper von der Gemeindeverwaltung. In einer Krisensitzung habe man mehrere „Szenarien des Ernstfalls“ durchgespielt und besprochen. Darunter auch, ob und wie das Arbeiten der Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice vonstatten gehen kann, sollte es den Fall einer Erkrankung innerhalb der Verwaltung geben. Gerade hier stünde es natürlich an oberster Stelle die Mitarbeiter gesund zu halten und als Verwaltung funktionsfähig zu bleiben.

Was die Absage von Veranstaltungen betreffe, so orientiere man sich am Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen orientiert. Der sieht eine Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen vor. Bei kleineren Events ist eine individuelle Einschätzung der örtlichen Behörden erforderlich, ob und welche infektionshygienischen Schutzmaßnahmen – wie beispielsweise eine Absage – zu ergreifen sind. Dabei sind die Vorgaben des Robert-Koch Instituts zu beachten. „Gerade jetzt gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und rational richtig zu entscheiden. Auch wenn die Absage einer Veranstaltung sicher keine Begeisterung auslöst“, sagt Bürgermeister Wolfgang Annen . Dennoch sei es einfach wichtig „ein gutes Vorbild“ zu sein und auf Nummer Sicher zu gehen.

Weiteres Vorgehen abstimmen

In den kommenden Tagen will die Gemeinde mit Vereinen und Veranstaltern über ein weiteres Vorgehen sprechen. So treffen sich heute Vertreter der Laienspielschar mit Vertretern der Gemeinde, um abzustimmen, ob die Aufführungen des plattdeutschen Theaters stattfinden können oder nicht.

Abgesagt wurde hingegen bereits die Frühlingsparty der Landjugend. Für diese Veranstaltung hatten die Verantwortlichen mit mehr als 1000 Teilnehmern gerechnet. Außerdem wurde am Montag die Versammlung der Feuerwehr abgesagt. Mit weiteren Veranstaltungsabsagen ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

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