Apotheken setzen verschiedene Sicherheitsmaßnahmen um
Plexiglasschutz und Abstand

Ostbevern -

Eine Plexiglasscheibe trennt Apotheker Matthias Bröker und seine Mitarbeiter derzeit von den Kunden. Um auch weiterhin eine Versorgung der Patienten sicherzustellen, hat der Apotheker verschiedene Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören auch getrennte Mitarbeiterteams.

Freitag, 20.03.2020, 18:36 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 14:22 Uhr
Plexiglasscheiben hat Apotheker Matthias Bröker unter anderem zum Schutz aufgebaut.
Plexiglasscheiben hat Apotheker Matthias Bröker unter anderem zum Schutz aufgebaut. Foto: Andreas Große Hüttmann

Arztpraxen und Apotheken sind nicht nur in Zeiten von Corona sehr wichtig. Um auch weiterhin eine Versorgung der Patienten sicherzustellen, haben die Mediziner und Apotheker in Ostbevern verschiedene Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Matthias Bröker , der die beiden Apotheken betreibt, hat etwa das vergangene Wochenende genutzt und ein wenig gebastelt. Mit Einfallsreichtum und entsprechenden Materialien hat der Apotheker im Thekenbereich mit Plexiglas eine klare Trennung zwischen Kunden und Mitarbeitern geschaffen. Zudem hat er für seine beiden Apotheken ab sofort zwei strikt voneinander getrennte Mitarbeiterteams, die im Falle des Falles eine Weiterversorgung der Kunden gewährleisten können.

Neben den Plexiglasscheiben im Thekenbereich auffällig ist auch der große Aufsteller im Eingangsbereich. Damit werden die Kunden unter anderem aufgefordert, Abstand zu halten und sich auf am Boden aufgebrachte Markierungen zu stellen. Maximal vier Kunden sind derzeit im Verkaufsraum „erlaubt“, zudem werden Begleitpersonen generell gebeten, draußen zu warten.

„Die Maßnahmen sollen dem Schutz der Gesundheit aller dienen“, bittet Bröker die Käufer um Verständnis. Zudem hat der Fachmann einige Tipps: „Verbraucher sollten sich in Zeiten der Corona-Pandemie nicht durch Fake-News über Arzneimittel verunsichern lassen. Wenn sich plötzlich Nachrichten zu angeblichen Gefahren oder Wunderwirkungen bestimmter Medikamente im Netz verbreiten, dann ist Vorsicht geboten. Fragen sie Experten. Apotheker stehen für Fakten statt Fake-News“, appelliert Matthias Bröker.

Die Apothekerschaft sehe nach wie vor keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneimittelversorgung. „Wir kennen Lieferengpässe schon seit Jahren, und sie machen den Apotheken eine Menge Arbeit. Zusätzliche Probleme, die auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen wären, stellen wir aber nach wie vor nicht fest“, betont Bröker. „Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden. Aber derzeit können wir die Patienten ordentlich versorgen. Deswegen gibt es keinen Grund zur Sorge, und auch keinen Grund, Arzneimittel zu hamstern.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7336560?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F
Nachrichten-Ticker