Institutionelles Schutzkonzept (ISK)
Alltagstaugliches Konzept entwickeln

Ostbevern -

Bereits im vergangenen Oktober starteten im Rahmen des Pfarrkonvents die ersten Vorbereitungen und Informationen zum Institutionelles Schutzkonzept (ISK) in der Gemeinde St. Ambrosius. Seitdem arbeiten Vertreter der Kirche und aus verschiedenen Verbänden und Gruppierungen an dem Konzept, das dem Schutz von Kindern und Jugendlichen gewidmet ist.

Sonntag, 22.03.2020, 14:22 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 13:30 Uhr
Der Startschuss für das ISK fiel für die Verantwortlichen bereits im Oktober. Bis zum Beginn der Corona-Krise arbeiteten (v.l.) Florian Schulz (Pastoralreferent), Theresa Nowacki (Pfadfinderin), Stefan Rodine (Pfadfinder), Gisela Ahlbrand (Pfarreirat und kirchliche Angestellte), Franziska Rensinghoff (Messdienerin), Johanna Rosenbaum (Messdienerin) und Angelika Schmidt (Kirchenvorstandsmitglied) noch in persönlichen Treffen an dem Konzept. Inzwischen läuft alles per Telefon. Auf dem Bild fehlen Robin Hübner (Pfadfinder) und Julian Meier (Messdiener).
Der Startschuss für das ISK fiel für die Verantwortlichen bereits im Oktober. Bis zum Beginn der Corona-Krise arbeiteten (v.l.) Florian Schulz (Pastoralreferent), Theresa Nowacki (Pfadfinderin), Stefan Rodine (Pfadfinder), Gisela Ahlbrand (Pfarreirat und kirchliche Angestellte), Franziska Rensinghoff (Messdienerin), Johanna Rosenbaum (Messdienerin) und Angelika Schmidt (Kirchenvorstandsmitglied) noch in persönlichen Treffen an dem Konzept. Inzwischen läuft alles per Telefon. Auf dem Bild fehlen Robin Hübner (Pfadfinder) und Julian Meier (Messdiener). Foto: St. Ambrosius

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat in der Pfarrei St. Ambro-sius oberste Priorität. Die Verantwortlichen werden deshalb in den kommenden Monaten ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) erstellen. Dazu hat das Bistum Münster alle Pfarreien und Einrichtungen verpflichtet. Das ISK soll Maßnahmen festlegen, die das Risiko grenzverletzenden Verhaltens und sexualisierter Gewalt vor Ort senken.

Der Startschuss für den Prozess in der Pfarrei fiel bereits mit einem Pfarrkonvent im vergangenen Oktober. Dort informierte das Projektteam, zu dem Vertreter aus dem Seelsorgeteam, den Gremien und den Jugendgruppen gehören, über Struktur und Inhalt des ISK. Unterstützt wurden die Verantwortlichen dabei von Doris Eberhardt . Die regionale Präventionsfachkraft berät und begleitet die Pfarreien. „Ziel ist es, mit den Menschen in den Pfarreien ein praxisorientiertes, niedrigschwelliges und alltagstaugliches Konzept zu entwickeln“, erklärte sie.

Wie sollen wir starten? Wie können wir Vorhandenes nutzen, Schwachstellen verbessern und praxisorientiert vorgehen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen viele Haupt- und Ehrenamtliche zu Beginn des Prozesses, weiß Eberhardt. „Dabei ist der Weg das Ziel“, betonte sie, denn Unsicherheiten im Umgang mit grenzverletzendem Verhalten und sexualisierter Gewalt kennen viele Menschen aus ihrem Alltag. Damit das ISK kein theoretisches Papier werde, müssten die Menschen einbezogen werden.

„Genau das haben wir vor“, sagt Pastoralreferent Florian Schulz. Er betreut den Prozess als Projektleitung. Für die Situationsanalyse wollen die Verantwortlichen gezielt auf die Verbände und Gruppierungen der Pfarrei zugehen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, wie Kindertagesstätten, Bücherei, Landjugend, Pfadfinder, Messdiener und Ferienlager. Für den Pastoralreferenten liegt die Notwendigkeit des Themas auf der Hand: „Es geht um den Schutz von Kindern und Jugendlichen.“ In der Pfarrei werde Prävention an vielen Stellen bereits gelebt. „Das ISK soll einen Rahmen für diese und weitere Bemühungen bilden, damit das Risiko minimiert wird, in unserer Pfarrei zum Opfer sexualisierter Gewalt zu werden“, sagt Schulz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7338523?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F
Nachrichten-Ticker