Öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt
Gesundheit steht über allem

Ostbevern -

Vom 1. Mai an können auch in der Ostbeverner St.-Ambrosius-Kirche wieder öffentliche Gottesdienste gehalten werden. Dabei gelten wegen der Corona-Gefahr strenge Regeln. Verzichtet wird unter anderem auf das Austeilen der Kommunion und auf den Gesang.

Donnerstag, 30.04.2020, 18:13 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 15:00 Uhr
Gottesdienste können wieder öffentlich gehalten werden.
Gottesdienste können wieder öffentlich gehalten werden. Foto: Daniela Allendorf

Nach Wochen, in denen keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden durften, können ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste in St. Ambrosius gefeiert werden. Pfarrer Marco Klein spricht von „Freude mit angezogener Handbremse“, denn auf der einen Seite ist er froh, dass Gottesdienste wieder mit den Gläubigen gefeiert werden können, auf der anderen Seite wird er aber den Gesang und die Kommunionausteilung vermissen.

Die Kirche ist weiterhin verpflichtet, die Gesundheit aller Gottesdienstteilnehmer zu schützen. Deshalb werden die Gottesdienste so gestaltet, dass die Gefahr der Ansteckung mit dem Covid-19-Virus möglichst reduziert wird. Dennoch sei ein gewisses Risiko nicht auszuschließen, deshalb werde ausdrücklich auf den Hinweis des Bistums verwiesen, dass insbesondere Personen, die zur Risikogruppe gehören, abwägen sollten zwischen der persönlichen Teilnahme oder einer Radio-, Fernseh- oder Internetübertragung, so Pfarrer Klein. Dementsprechend sei vom Bischof das Sonntagsgebot weiterhin ausgesetzt. „Bitte überlegen Sie auch, ob Sie nicht statt der Sonntagsmesse zu einer Werktagsmesse kommen möchten“, schreibt der Pfarrer weiter.

Über die Frage des Kommunionempfangs habe die Gemeindeleitung sehr lange diskutiert und verschiedene Möglichkeiten durchdacht. Kein Konzept habe allerdings wirklich überzeugt, das mit gutem Gewissen umgesetzt werden könne. Deshalb wird vorerst auf die Austeilung der Kommunion verzichtet.

Die folgenden Empfehlungen für die Durchführung von öffentlichen Gottesdiensten sollen beim Gesundheitsschutz helfen. Sie sind vom Pastoralteam in Zusammenarbeit mit den Vorsitzenden von Pfarreirat und Kirchenvorstand und unter Beachtung der vom Bistum Münster, der deutschen Bischofskonferenz und dem Land Nordrhein-Westfalen erlassenen Richtlinien erstellt worden.

Nur die Mithilfe und sorgsame Beachtung dieser Empfehlungen durch alle Beteiligten, besonders auch der Gottesdienstteilnehmer, sei eine Minimierung des Ansteckungsrisikos möglich, so Pfarrer Klein.

  • Am 1. Mai beginnt die Gemeinde St. Ambrosius wieder die Feier von öffentlichen Gottesdiensten. Grundsätzlich wird dabei der üblichen Gottesdienstordnung für die Sonn- und Werktage gefolgt. Auch Seelenämter oder Gottesdienste aus anderen Anlässen sind möglich.
  • Die für alle Versammlungen in geschlossenen Räumen geltenden Bestimmungen sind für die Gottesdienste maßgeblich.
  • An Corona, Grippe oder Ähnlichem erkannte Personen haben keinen Zutritt
  • Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist ein Mundschutz zu tragen. Dieser kann, wenn der Sitzplatz eingenommen wurde, abgelegt werden.
  • Der Zugang zu den Gottesdiensten wird begrenzt. Die Zahl der zugelassenen Gottesdienstteilnehmer richtet sich nach der Größe des Kirchraumes. In den Kirchen wird die Zahl der maximal belegbaren Plätze erhoben. Es gibt deutlich sichtbar markierte Sitzplätze. Dabei gilt, dass nach allen Seiten hin der von den Behörden festgelegte Mindestabstand (1,50 Meter) einzuhalten ist. Familien und Paare, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, werden nicht getrennt.
  • Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist sicherzustellen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.
  • Vorerst wird auf Gemeindegesang verzichtet, ebenso auf Chöre und Musikgruppen.
  • Vorerst wird auf die Austeilung der Kommunion verzichtet.
  • Die Weihwasserbecken bleiben geleert.
  • Die Körbe für die Kollekte werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern am Ausgang aufgestellt.
  • Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt.
  • Ein kircheneigener Ordnungsdienst sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden.
  • Alle Dienste – Lektor, Ordner, Messdiener – werden freiwillig ausgeübt.
  • Die Toilettenanlage bleibt aus hygienischen Gründen vorerst geschlossen.
  • Für Trauerfeiern am Grab bleiben die Anordnungen der örtlichen Behörden maßgeblich. Dies gilt auch für die Zahl der Teilnehmenden.
  • Taufen oder Hochzeiten verlangen wegen ihres besonderen, teils mit engerem physischem Kontakt verbundenen liturgischen Charakters eine besonders sorgfältige Einhaltung der Regeln. Bisweilen empfiehlt sich eine Verschiebung.
  • Beichtgespräche haben unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,50 Metern sowie der Hygienevorschriften zu erfolgen. Beichtgelegenheit besteht nach Absprache mit einem der Priester, ebenso stehen auch alle Seelsorger für Gespräche zur Verfügung.
  • Ob und in welcher Form Prozessionen stattfinden können, ist noch offen.
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