Rund 6000 Euro Spenden für Ruanda gesammelt
Über 3500 Masken genäht

Ostbevern -

Schwester Mariata und Bernhard Teckhoff freuen sich riesig. Über 6000 Euro gehen nach Ruanda. Zusammengekommen ist das Geld durch die Abgabe von Gesichtsmasken gegen eine Spende. Anneliese Uhlenhake und ihr Team haben dafür über 3500 Exemplare genäht.

Montag, 04.05.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 13:44 Uhr
Schwester Mariata (l.) freut sich riesig über die Spenden die durch die Abgabe der Masken zusammengekommen sind. Das Geld geht an ihr Herzensprojekt in Ruanda. In gut zwei Wochen wollen sich die Näherinnen aus Ostbevern wieder ganz dem Nähen von Kinderkleidung für das afrikanische Land widmen.
Schwester Mariata (l.) freut sich riesig über die Spenden die durch die Abgabe der Masken zusammengekommen sind. Das Geld geht an ihr Herzensprojekt in Ruanda. In gut zwei Wochen wollen sich die Näherinnen aus Ostbevern wieder ganz dem Nähen von Kinderkleidung für das afrikanische Land widmen. Foto: privat

„Es ist einfach wahnsinnig toll, was in den vergangenen Wochen an Spenden zusammengekommen ist“, freut sich Dr. Bernhard Tenckhoff . Er war vor nur wenigen Wochen der Ideengeber zu dem Projekt, das sechs Näherinnen aus der Bevergemeinde nun bald acht Wochen beschäftigt hat. Denn bereits zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland starteten die emsigen Damen rund um Anneliese Uhlenhake mit der Produktion von handgenähten Schutzmasken ( WN berichteten). Die Nachfrage in den vergangenen Wochen war dann beinahe überwältigend und die „Näherinnen im sozialen Homeoffice“ kamen zum Teil kaum noch mit der Produktion hinterher.

Schnell nahmen Bernhard Tenckhoff, der das ganze Projekt koordinierte, und die Damen Matthias Bröker mit ins Boot. In seinen Apotheken lagen und liegen die Masken zur Mitnahme gegen eine freiwillige Spende aus. So sind bisher über 6000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Zunächst hatten Anneliese Uhlenhake und ihr Team es sich offengehalten, wohin das mit den Masken eingenommene Geld gehen solle. Doch inzwischen sind sie sich sicher, dass die Unterstützung nach Ruanda gehen soll. „Die größte Not ist einfach im Moment in Ruanda“, sind sich die sechs Frauen einig. „Dort ist einfach enorm viel Not und Elend – besonders in dieser Zeit der Krise“, sagt auch Bernhard Tenckhoff.

Und das macht eine weitere Dame, die sich seit Jahrzehnten für Ruanda engagiert, ebenfalls sehr glücklich. Schwester Mariata, eine gute Freundin und enge Vertraute vor Bernhard Tenckhoff. „Sie bedankt sich ebenso bei den zahlreichen Spendern, wie auch die Näherinnen, die sehr stolz auf ihre Leistung sein können“, honoriert Tenckhoff das Engagement „seiner“ Damen. Denn das kann sich wirklich sehen lassen. Über 3500 Masken haben sie in den vergangenen Wochen genäht. Nach einem kurzen Moment, als das Gummiband auszugehen drohte, konnte es nach einem Spendenaufruf wieder emsig ans Werk gehen. Denn die Näherinnen wurden nahezu mit Gummiband „überschüttet“. Auch Stoffspenden wurden immer wieder abgegeben, so dass keine weitere Materialnot entstand.

Wenn die sechs Damen um Anneliese Uhlenhake nach acht Wochen die Produktion der Masken einstellen werden, geht es jedoch gleich weiter. Denn dann werden sie wieder eifrig an Kleidung für die Kinder in Ruanda nähen – Material genug haben sie noch.

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