Hoffnung auf das Sommerlager
Pfadfinder sagen Pfingstlager ab

Ostbevern -

Die Pfadfinder müssen ihr traditionelles Pfingstlager absagen. Auch andere Aktionen fallen in der Corona-Krise aus. Hoffnung gibt es für das Sommerlager. Einige Pfadfinder-Gruppen tauschen sich derzeit online in Video-Konferenzen aus.

Dienstag, 05.05.2020, 16:33 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 19:12 Uhr
Auch die Leiterrunde der Pfadfinder bespricht sich regelmäßig in Videokonferenzen.
Auch die Leiterrunde der Pfadfinder bespricht sich regelmäßig in Videokonferenzen. Foto: Carlo Höggemann

Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie müssen die Pfadfinder Ostbevern ihr traditionelles Pfingstlager, das vom 29. Mai bis zum 1. Juni stattfinden sollte, absagen. Die Pfadfinder bedauern diesen Schritt sehr, heißt es in einer Pressemitteilung. Aber nach allen aktuellen Einschätzungen sei es bereits absehbar, dass die Kontakteinschränkungen Ende Mai keine größeren Ansammlungen von Menschen zulassen werden.

„Wir haben uns relativ viel Zeit mit dieser Entscheidung gelassen, weil es ja immer noch ein Fünkchen Hoffnung gab“, berichtet Carlo Höggemann aus dem Vorstand der Pfadfinder. „Aber nach der Pressekonferenz der Bundesregierung und der Länderchefs in der vergangenen Woche sei klar gewesen, dass das Pfingstlager nicht stattfinden kann.“

Gesundheitsschutz geht vor

Traditionell fahren die Pfadfinder an Pfingsten mit rund 100 Teilnehmern mit dem Fahrrad an ein grünes Fleckchen im Umkreis von Ostbevern und verbringen dort mit vielen Aktionen einige abwechslungsreiche Tage. In diesem Jahr gehe aber der Gesundheitsschutz vor, so Höggemann. Er hoffe sehr darauf, dass das Sommerlager der Pfadfinder stattfinden kann.

Not macht erfinderisch

Die normalen Aktivitäten der Pfadfinder ruhen im Moment. Die Gruppenstunden in den unterschiedlichen Altersgruppen im Pfarrheim sind seit Mitte März ausgesetzt. Auch alle anderen Aktionen, die seit diesem Zeitpunkt hätten durchgeführt werden sollen, wurden abgesagt. So konnte schon das Wölflingslager, ein Zeltlager für die jüngsten Pfadis, nicht stattfinden. Ebenso musste eine große Lager-Aufräumaktion und die Teilnahme an „Ostbevern putz(t) munter!“ aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

Ein bisschen Normalität

Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. So gibt es einige Gruppen mit älteren Pfadfindern, die sich wöchentlich zur gewöhnlichen Gruppenstundenzeit in einer Online-Videokonferenz treffen und von ihrem stark veränderten Alltag berichten – und sogar Gesellschaftsspiele online spielen. So kann zumindest ein bisschen Normalität bewahrt werden. Auch die Arbeit der Leiterrunde, in der sich alle Gruppenleiter regelmäßig treffen, geht mithilfe von Videokonferenzen weiter.

Situation ist belastend

Die Pfadfinder hoffen, dass die Kontaktbeschränkungen bald gelockert werden und dann wieder Gruppenstunden und Aktionen stattfinden können – natürlich nur, wenn dies mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist. Man sei sich sehr bewusst darüber, wie belastend für viele Familien die Situation ist, wenn von heute auf morgen nicht nur die Schule, sondern auch jegliche Freizeitbeschäftigungen der Kinder wegbrechen.

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