Paten-Aktion von Landwirt Alfons Wonnemann in Brock
Blühwiese auf 10 000 Quadratmeter vergrößert

Ostbevern -

Landwirt Aflons Wonnemann hat sein Blühpaten-Projekt vergrößert.

Sonntag, 17.05.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 17:18 Uhr
Alfons Wonnemann und sein Sohn Steffen bei der Aussaat.
Alfons Wonnemann und sein Sohn Steffen bei der Aussaat. Foto: Ralf Aumüller

„Der Landwirt und Otto Normalbürger machen gemeinsam etwas für den Umweltschutz – das ist doch eine tolle Sache.“ Alfons Wonnemann gerät über seine Blühwiese in Brock ins Schwärmen. „Unsere Devise ist: Nicht die Landwirtschaft alleine, sondern zusammen können wir was erreichen.“ Im zweiten Jahr in Folge hat der Mann, der einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Bullen- und Schweinemast betreibt, auf seinem Feld an der Landstraße 830 in Richtung Schmedehausen eine Blühwiese angelegt. Die soll bis zum Herbst den Insekten und Wildtieren dienen.

Wonnemann bekommt auch wieder Unterstützung. 33 Blühpaten sind mit an Bord. Sie zahlen jeweils 50 Euro für 100 Quadratmeter. „Manche haben auch mehrere Patenschaften gezeichnet“, sagt der Bröcker. Im Vorjahr war die Resonanz etwas größer. „In diesem Jahr merkt man schon, dass in Corona-Zeiten die Prioritäten anders liegen“, so Wonnemann. Eine Gewinnaktion sei das für ihn nicht, betont er. „Wir hätten hier sonst ja auch Silomais für unsere Bullenmast anbauen können.“ Sein besonderer Dank gilt den Blühpaten, „die uns aus dem letzten Jahr die Treue gehalten haben“. Wer noch Interesse habe mitzumachen, könne sich jederzeit melden – auch per E-Mail unter blumenwiese.wonnemann@web.de.

Wonnemann hat die Blühwiese gegenüber dem Vorjahr von 7500 auf 10 000 Quadratmeter vergrößert. Ein Maiszüchter habe für 800 Quadratmeter eine besondere Blumenmischung aus Frankreich besorgt. „Diese wird in der Honigbrache-Mischung eingemischt“, erklärt der Landwirt. Die Aussaat hat er in der vergangenen Woche mit seinem Sohn Steffen vorgenommen. Den Zeitpunkt hält er für ideal. Ein früherer Termin hätte den jungen Pflanzen bei den kalten Nächten nicht gutgetan. „Nur das trockene Wetter macht uns noch Sorgen“, sagt Alfons Wonnemann. „Und das nicht nur für die Blühpflanzen.“

Und er betont: „Die Blühwiese ist keine Selbstpflückwiese, sondern dient der Umwelt und der Natur.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7412815?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F
Nachrichten-Ticker