SPD bereitet Kommunalwahl vor
Willy Ludwig: „Die Mischung stimmt“

Ostbevern -

In einer Marathonsitzung bereitete die SPD die Kommunalwahl vor. „Die Mischung stimmt“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Willy Ludwig nach der Kür der Bewerber. Zu den Gästen gehörten Bürgermeisterkandidat Karl Piochowiak und Landratskandidat Dennis Kocker.

Montag, 18.05.2020, 20:09 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 15:54 Uhr
Bürgermeisterkandidat Karl Piochowiak (Mitte) mit den SPD-Gemeinderatskandidaten (von links) Dajana Dossow, Sebastian Meyberg, Oliver Struffert, Thomas Manthey (zudem Kreistagskandidat, auch kleines Bild), Willy Ludwig, Ulrich Höggemann, Tjark Eisel, Peter Eisel, Roswitha Göttker und Jutta Drilling-Kleihauer. Es fehlen Winfried Franke, Susanne Steinkat, Jürgen Schneider und Ulrike Schmidt.
Bürgermeisterkandidat Karl Piochowiak (Mitte) mit den SPD-Gemeinderatskandidaten (von links) Dajana Dossow, Sebastian Meyberg, Oliver Struffert, Thomas Manthey (zudem Kreistagskandidat), Willy Ludwig, Ulrich Höggemann, Tjark Eisel, Peter Eisel, Roswitha Göttker und Jutta Drilling-Kleihauer. Es fehlen Winfried Franke, Susanne Steinkat, Jürgen Schneider und Ulrike Schmidt. Foto: privat

Drei Stunden dauerte die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins. In der Marathonsitzung mit Bürgermeisterkandidat Karl Piochowiak und Landratskandidat Dennis Kocker als Gäste stand die Kommunalwahl , die voraussichtlich am 13. September stattfindet, im Mittelpunkt.

Einstimmig wählten die Sozialdemokraten, so heißt es in einer Mitteilung der Partei, die 13 Direktkandidaten für den Gemeinderat und die 15 Bewerber für die Reserveliste, die bei der Wahl 2014 bei der SPD bis Platz fünf gezogen hatte. Dafür bewarben sich diesmal Willy Ludwig (Platz 1), Dajana Dossow (2), Thomas Manthey (3), Jutta Drilling-Kleihauer (4) und Peter Eisel (5). „Ich freue mich, dass die Wahlen so harmonisch und einmütig abgelaufen sind, wo man doch von einem kleinen Neuanfang sprechen könnte“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Willy Ludwig. „Und ich bin sehr zufrieden, dass die Mischung zwischen jung und älter, neu und bewährt stimmt.“

Thomas Manthey will in den Kreistag

Einstimmig angenommen wurde auch der Entwurf für das Kommunalwahlprogramm, das von drei Arbeitsgruppen mit den Titeln „Ostbevern sozial“, „Ostbevern ökologisch“ und „Ostbevern ökonomisch“ vorgestellt wurde. Im Zentrum standen dabei die Schulpolitik, die Folgen des Klimawandels sowie die Herausforderungen für die Arbeitnehmer, Betriebe und den Gemeindehaushalt durch die Coronakrise.

Ohne Gegenstimme wählten die SPD-Mitglieder Thomas Manthey zum Kreistagskandidaten und Jürgen Schneider zu seinem Stellvertreter. Manthey (44), ein kürzlich von Beckum nach Ostbevern zugezogener Sozialdemokrat, ist beruflich als Wirtschaftsinformatiker tätig. Als wichtige Themen seiner Arbeit im Kreistag nannte er in seiner Bewerbungsrede neben Wirtschaft und Digitalisierung die Sozialpolitik. Er werde sich mit aller Kraft für die „soziale Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft“ einsetzen. Schneider, von Beruf Architekt, wolle sich vor allem für nachhaltige Bauleit- und Quartiersplanung einsetzen.

Mitreißende Rede

Zudem stellte sich in Ostbevern Dennis Kocker (40) vor, der sich als Mitglied der Kreis-SPD mit Unterstützung der Grünen, der Linken und der Piraten um das Amt des Landrats bewirbt. „In einer mitreißenden Vorstellungsrede“, so heißt es bei der SPD, machte er deutlich, welche Themen ihm vor allem in der Kreispolitik wichtig sind. So werde er sich unter anderem einsetzen für eine neue Wohnungsbaupolitik und für eine umfassende Verkehrswende. Dazu gehörten eine deutliche Stärkung des ÖPNV und als besondere Maßnahme der Bau einer S-Bahn-Strecke durch den Kreis Warendorf bis nach Lippstadt.

Mit mir als Bürgermeister gibt es keinen Raubbau an den freiwilligen Leistungen.

Karl Piochowiak

Den Schlusspunkt der Mitgliederversammlung setzte Karl Piochowiak, gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD, Grünen und FDP. Im Zusammenhang mit seinen Wahlkampfaktivitäten wies er auf seine neue Homepage und seine Videos bei Youtube und auf anderen Kanälen hin. Als besonders wichtig bewertete er seine Kontakte zu den Vereinen, über die er Sommer-Aktionen auf den Weg bringen wolle. Wie schwierig auch die finanzielle Situation in der Gemeinde sei, so betonte er, mit ihm als Bürgermeister werde es keinen „Raubbau an den freiwilligen Leistungen geben“.

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