Bürgermeisterkandidat Karl Piochowiak
Neue Wege im Wahlkampf

Ostbevern -

Keine einfache Zeit für Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Karl Piochowiak findet in Ostbevern seine eigenen Wege, um mit den Wählern in Kontakt zu treten.

Mittwoch, 20.05.2020, 19:06 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 17:30 Uhr
Karl Piochowiak kandidiert für das Bürgermeisteramt in der Bevergemeinde.
Karl Piochowiak kandidiert für das Bürgermeisteramt in der Bevergemeinde. Foto: Klaus Brandes

Ende Januar erklärte Karl Piochowiak seine Kandidatur zur Wahl des Bürgermeisters in Ostbevern. Unterstützt dabei wird er von den Parteien Bündnis 90/ Die Grünen , FDP und SPD.

„Es war und ist eine bewegte Zeit“, sagt Piochowiak, der nach der offiziellen Bekanntgabe der Kandidatur viel Zuspruch erhalten hat. Per Mail, per Telefon und im persönlichen Gespräch beim Einkaufen oder gar bei der Fahrradtour. Zahlreiche Termine hat der Ostbeverner in der Zwischenzeit absolviert. Das habe eine besondere Weise der Koordination auf unterschiedlichen Ebenen erfordert, schildert Piochowiak. „Dies alles zusammen zu bekommen, setzt die Unterstützung vieler voraus“, war dem Kandidaten nach kurzer Zeit klar. Über sein Team aus Unterstützern sagte er zu Beginn: „Ich erfahre da unglaublichen Input und Freude, gemeinsam für Ostbevern zu kämpfen.“

Doch dann kam Corona. Der kurzen Schockstarre nach dem Shutdown folgte eine intensiv kreative Phase, mit der neuen Situation umzugehen. Piochowiak ist es schon seit vielen Jahren gewohnt, autark von statischen Büro- oder Aktenlagen zu arbeiten. Die vielen Dienstreisen und die Arbeit in einem Flächenbistum machten dies notwendig. „Daher war das Thema Homeoffice weder neu noch musste da ein schneller Aufbau erfolgen. Hinzu kamen jetzt andere Besprechungsformen, wie Videokonferenzen“, berichtet der Ostbeverner, der sich schnell in der neuen Situation einfand. Abstimmungen und Entscheidungen fanden mitunter auf ganz anderen Wegen statt.

Und auch die Kommunikationsform mit dem Bürger und Unterstützern veränderte Karl Piochowiak der Situation geschuldet. Nahezu kein persönlicher Kontakt war die Maßgabe. Alle Präsenztermine wurden abgesagt. Piochowiak fuhr in kurzer Zeit seine Online-Präsenz hoch. „Wir intensivieren die Kommunikation Stück für Stück und setzen neue Standards. Und das kommt augenscheinlich gut an“, berichtet er. Hier hätte sich Piochowiak auf kommunaler Ebene ebenfalls deutlich mehr erwünscht. „Das Bürgerinformationssystem der Gemeinde war durch die ausfallenden Sitzungen des Rates und der Ausschüsse quasi leer gefegt. Wer dort Informationen über getroffene Entscheidungen im Eilverfahren des Bürgermeisters suchte, der wurde enttäuscht“, meint Piochowiak als betroffener Bürger. Nahezu keine Informationen dazu liegen seiner Ansicht nach öffentlich vor. Aus vielen Telefongesprächen mit Ostbevernern in den vergangenen Wochen ist ihm deutlich geworden, dass dies vor Ort nicht nur von ihm schmerzlich vermisst wird. Daher begrüßt er es ausdrücklich, dass die politische Auseinandersetzung im vertretbaren Rahmen wieder auch in Präsenz und öffentlich geführt wird: „Politische Auseinandersetzung – das Pro und Contra – lebt von der Kommunikation und kann auch durch andere Übertragungswege möglich gemacht werden.“

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