Bürgerantrag von Lukas Peschke
Grüne Dächer für Fahrradständer

Ostbevern -

Lukas Peschke hat in der Bevergemeinde ein Exempel statuiert. Denn er hat im Haupt- und Finanzausschuss einen Bürgerantrag gestellt und die kommen überaus selten vor. Umso mehr Begeisterung weckte Peschke mit einem Antrag auf dachbegrünte Fahrradständer für den Ort.

Mittwoch, 10.06.2020, 06:47 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 16:46 Uhr
Wenig ansehnlich sind zum Beispiel die Fahrradständer an der Josef-Annegarn-Schule. Lukas Peschke möchte das ändern und hat im Haupt- und Finanzausschuss einen Bürgerantrag gestellt. Der wiederum hat große Begeisterung in der Politik ausgelöst.
Wenig ansehnlich sind zum Beispiel die Fahrradständer an der Josef-Annegarn-Schule. Lukas Peschke möchte das ändern und hat im Haupt- und Finanzausschuss einen Bürgerantrag gestellt. Der wiederum hat große Begeisterung in der Politik ausgelöst. Foto: Daniela Allendorf

Bürgeranträge sind sehr selten. Umso mehr freuten sich die Kommunalpolitiker im Haupt- und Finanzausschuss über den Eingang des Antrags von Lukas Peschke . Der Masterstudent der Humangeographie – Raumkonflikte, Raumplanung und Raumentwicklung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hatte einen Antrag für überdachte und dachbegrünte Fahrrad­abstellanlagen in der Bevergemeinde gestellt und erntete dafür von den Ausschussmitgliedern viel Lob und Begeisterung. „Ich glaube, das geht in die richtige Richtung“, sagte Hubertus Hermanns (CDU). Man brauche neue Mobilitätskonzepte, und da füge sich der Vorschlag von Lukas Peschke hervorragend ein. „Lob und Anerkennung für so eine tolle Vorarbeit“, sagte Hermanns zu Peschke, der die Sitzung im Zuschauerraum verfolgte. „Meinen Segen haben Sie“, bekräftigte auch Karin Läkamp (FDP) das Ansinnen des jungen Ostbeverners, der sich in seiner Freizeit sowohl beim BSV als auch beim Tennisclub einbringt.

Zustimmung gab es auch aus den anderen Fraktionen. Peter Eisel (SPD) war ebenfalls überzeugt, dass sich Mobilität verändert und auch verändern muss. Und Ulrich Lunkebein (Grüne) betonte: „Das ist natürlich unser Thema.“ Er hoffe, dass der Antragsteller noch mehr Anträge stellt, weiter mit wachen Augen durch die Gemeinde geht und Schwachstellen aufdeckt.

Da das, was Lukas Peschke mit seinem Antrag anstößt, förderungswürdig ist, und eben diese Möglichkeiten von dem Studenten in seiner Arbeit ausführlich geprüft und erläutert wurden, verständigten sich die Kommunalpolitiker auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem jungen Ostbeverner.

Denn trotz all des Lobes und der Euphorie, einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch. In diesem Jahr wird es nämlich nichts mehr mit der Umsetzung. Denn – das erläuterte Bürgermeister Wolfgang Annen: „Der Stichtag für das Förderprogramm ist der 1. Juni“. Dennoch ist an dieser Stelle nichts verloren, denn das Programm läuft über mehrere Jahre. Ziel müsse es sein, so Annen, bis zum Stichtag 2021 einen Antrag auf Förderhilfe zu stellen, damit die Maßnahme in 2022 umgesetzt werden könne.

Einig waren sich die Politiker, dass man den Antrag weiter verfolgen wolle und in Zusammenarbeit dem Antragsteller Lukas Peschke weiter voranbringen wolle.

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