Rund 150 Veranstaltungen abgesagt
Kein Verein in seiner Existenz bedroht

Ostbevern -

Kein Verein scheint durch die Corona-Krise in seiner Existenz bedroht. Das wurde in der Haupt- und Finanzausschusssitzung deutlich.

Freitag, 12.06.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 14:26 Uhr
Volle Ränge gab es in den vergangenen Wochen in Ostbevern nicht. Trotz zahlreicher abgesagter Veranstaltungen scheint jedoch kein Verein in finanzielle Schieflage geraten zu sein.
Volle Ränge gab es in den vergangenen Wochen in Ostbevern nicht. Trotz zahlreicher abgesagter Veranstaltungen scheint jedoch kein Verein in finanzielle Schieflage geraten zu sein. Foto: Ralf Aumüller

Wie arg sind die Ostbeverner Vereine von der Corona-Krise gebeutelt? Wochenlang mussten Aktivitäten von Vereinen und Organisationen auf ein Minimum herabgesetzt werden, und größtenteils sogar ganz abgesagt werden. Zwar laufen so langsam verschiedene Aktivitäten wieder an, von einer Normalität kann aufgrund des Veranstaltungsverbotes jedoch noch keine Rede sein.

Deswegen haben sich die Mitglieder der FDP gefragt, ob Vereine über die Zeit der Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten sein könnten. Das scheint allerdings nicht der Fall zu sein, wie in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich wurde. „Wir haben 87 Vereine angeschrieben“, sagte Bürgermeister Wolfgang Annen . Rund 40 Antworten habe man bekommen. „Dabei ist keiner in seiner Existenz bedroht“, machte Annen deutlich. Und das, obwohl in den vergangenen Wochen insgesamt 148 Veranstaltungen in der Bevergemeinde ausgefallen sind. Lediglich bei einem Verein denke der Vorstand darüber nach, die Mitgliederbeiträge zu erhöhen, alle anderen schieben ihre Veranstaltungen ins nächste Jahr und können laufende Kosten abfedern.

Das mache deutlich, dass Ostbevern gut geführte Vereine mit entsprechenden Rücklagen habe, wandte August Löckener (CDU) ein, und Parteikollege Michael Füssel ergänzte: „Wir müssen denen auch nicht einreden, dass sie unsere Hilfe brauchen.“ Sollte es dennoch Organisationen oder Vereine geben, denen finanziell unter die Arme gegriffen werden müsse, so müsse es dafür auch klare Regeln geben, und die Vereine kämen dann nicht umhin, ihre Finanzen komplett offenzulegen, sagte Hubertus Hermanns (CDU).

Die FDP hatte eingangs vorgeschlagen die für eine Unterstützung notwendigen Mittel aus dem Topf für „Sonderumweltmaßnahmen“ zu entnehmen beziehungsweise dieses Budget zu erhöhen. „Das gute Vereinsnetzwerk, das wir haben, sollte auch in dieser Krise unterstützt werden“, hieß es dazu im Antrag der FDP.

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