Gestaltung der Vorgärten in Loheide
80 Antworten fehlen immer noch

Ostbevern -

So richtig geht’s nicht voran beim Thema Gestaltung und Versiegelung der Vorgärten im Gebiet Loheide. Seit einem knappen halben Jahr ist nicht viel passiert. Immer noch stehen Antworten von 80 Grundstückseigentümern aus. Es fehle dafür derzeit das Personal, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Samstag, 27.06.2020, 06:52 Uhr aktualisiert: 28.06.2020, 15:22 Uhr
Die Gestaltung der Vorgärten im Gebiet Loheide ist seit längerem ein Thema. Um das zu bearbeiten, fehle der Gemeinde nach einer Stellenumbesetzung derzeit das Personal, heißt es aus der Verwaltung.
Die Gestaltung der Vorgärten im Gebiet Loheide ist seit längerem ein Thema. Um das zu bearbeiten, fehle der Gemeinde nach einer Stellenumbesetzung derzeit das Personal, heißt es aus der Verwaltung. Foto: Stefan Flockert

So richtig geht’s nicht voran beim Thema Gestaltung und Versiegelung der Vorgärten im Gebiet Loheide. Seit einem knappen halben Jahr ist nicht viel passiert. „Eigentlich gar nichts“, klagte Ulrich Lunkebein von den Grünen in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses.

Zum Hintergrund: Die Gemeindeverwaltung hatte im vorigen Jahr alle Grundstückseigentümer in Loheide angeschrieben, um in Erfahrung zu bringen, wie die Flächen vor den Häusern genutzt werden und in welchem Maß die Vorgaben des Bebauungsplans für den Vorgarten eingehalten werden. Dabei geht es zum Beispiel auch um Versiegelungsgrade und Begrünungsanteile.

Ganze Straßenzüge sehen genau so aus wie vor zwei, drei Jahren.

Ulrich Lunkebein

„Ende Mai sollten Veränderungen erkennbar sein“, sagte Lunkebein im Ausschuss. Anwohner seien deswegen auf die Grünen zugekommen. „Ganze Straßenzüge sehen genau so aus wie vor zwei, drei Jahren.“ Die Leuten hätten das Gefühl, „veräppelt“ zu werden.

Erst ein Garten umgestaltet

Auf Anfrage der Grünen teilte Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann mit, dass sich von den 230 Eigentümern, die Post aus der Verwaltung bekommen haben, 80 – Stand Ende April – noch immer nicht zurückgemeldet hätten. Im Januar waren es 90, so hatte Hüttmann seinerzeit im Ausschuss berichtet. Nur ein Eigentümer sei bislang aktiv geworden und habe seinen Vorgarten mithilfe einer Fachfirma getreu den Vorgaben umgestaltet.

Halbe Stelle derzeit unbesetzt

Der Grund, warum es in der Angelegenheit stockt, seien fehlende personelle Ressourcen in der Verwaltung, erklärten Hüttmann und Bürgermeister Wolfgang Annen in der Ausschusssitzung. Das Thema habe eine Mitarbeiterin mit einer halben Stelle nahezu komplett gebunden. Den Job hatte, so Annen, Yvonne Ganzert gemacht. Sie habe mittlerweile als Wirtschaftsförderin der Gemeinde auf einhundert Prozent aufgestockt. „Die halbe Stelle muss neu ausgeschrieben und besetzt werden. Das dauert seine Zeit. Wenn die Stelle neu besetzt ist, kann es weitergehen“, sagte der Bürgermeister.

Die Verwaltung habe schon viel Aufklärungsarbeit betrieben, so Klaus Hüttmann. „Wir haben Schreiben verfasst, Gespräche geführt, Veranstaltungen angeboten und Wettbewerbe organisiert.“ Nebenbei könne die Arbeit jetzt nicht geleistet werden, betonte der Fachbereichsleiter. „Wir sind hier voll ausgelastet, wir können das nicht auffangen.“

„Das schläft doch dann ein“, meinte Ulrich Lunkebein. „Wenn man das ein halbes Jahr ruhen lässt, dann haben wir die Befürchtung, dass es ausläuft.“

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