„Bo(o)tenstoffe“ und „Fundstücke“: Kunstwochenende im August
Die Mittelmeer-Tragödie bleibt im Kopf

Ostbevern/Lienen -

„Es ist eine politische und menschliche Tragödie, die sich unter unseren Augen dort abspielt“, sagt Hugo Langner – und spricht dabei von den Menschen, die nach Europa fliehen wollten und dabei nach wie vor im Mittelmeer sterben. Corona hat sie aus der öffentlichen Wahrnehmung weitestgehend verband. Langner will t dagegen angehen. .Zusammen mit seiner Frau und Susanne Wrtal hat er das „1. Westerbecker KunstWochenende“ ins Leben gerufen.

Freitag, 24.07.2020, 12:14 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 12:30 Uhr
Das Thema „Boote“ beschäftigt Hugo Langner. Politik und Kunst verknüpft er.
Das Thema „Boote“ beschäftigt Hugo Langner. Politik und Kunst verknüpft er. Foto: Langner

Hildegard und Hugo Langner hatten sich eigentlich vorgenommen, am 1. Mai in der kleinen Galerie „Kunst im Ellerhook“ zu einem Event einzuladen. Es sollte erneut einen Dreiklang aus Ausstellung, Livemusik und Lesung werden. Aber dann warf Corona auch hier alles über den Haufen. „Das ist eben die Globalisierung“, schreibt Langner in seiner Ankündigung. Ankündigung? Ja!

Deutschland hat das Virus – zurzeit – einigermaßen unter Kontrolle. Grund genug für die Akteure rund um Langner wieder durchzustarten: Zusammen auch mit der Keramik-Künstlerin Susanne Wrtal hat der langjährige Verwaltungsmitarbeiter und Umweltbeauftragte der Gemeinde Ostbevern das „1. Westerbecker KunstWochenende“ ins Leben gerufen. Es findet am 22. und 23. August in Lienen statt.

Ein Besuch – zwei Ausstellungen

Susanne Wrtal wird unter dem Titel „Fundstücke“ mit Gästen eine Hofausstellung am Westerbecker Damm 4 ausrichten. Unter der Überschrift „Bo(o)tenstoffe zeigt Langner Holz-Skulpturarbeiten. Hintergrund seiner Arbeit: „Die Mittelmeer-Tragödie geht einem nicht aus dem Kopf. Es ist eine politische und menschliche Tragödie, die sich unter unseren Augen dort abspielt. Mit Hochachtung für die privaten Retter auf ihren Booten im Hinterkopf, habe ich meine Arbeiten erstellt. Aber Ästhetik und Ansprache für Betrachter sollen dabei nicht zu kurz gekommen sein“, beschreibt Langner seinen Anspruch.

Unter Beachtung der am 22. und 23. August geltenden Hygienevorschriften können Besucher am Samstag, 22. August, und am Sonntag, 23. August, zwischen 11 und 18 Uhr die Exponate bestaunen und auf sich wirken lassen – und nach Lust und Laune haben sie die Gelegenheit, beide Ausstellungen im Rahmen des „1. Westerbecker KunstWochenendes“ in einem Besuch zu verknüpfen.

Langner: „Musik und Lesung werden wir natürlich zu gegebener Zeit nachholen.“

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