Neuer Energie
Ostbevern: Musterort für Klimaschutz

Ostbevern2014 dann erreichte die Kommune den Meilenstein, sich erstmals vollständig über regenerative Energien mit Strom versorgen zu können. „Von da aus hat man aber im Grunde sofort geschaut: Wie geht es weiter, wo geht der Weg noch hin?“, beschreibt Tippkötter das gewachsene ökologische Anspruchsdenken. „Das Interesse in der Gemeinde ist ungebrochen groß. Wenn man Veranstaltungen organisiert und einlädt, kommen nicht nur zehn, sondern eher 120 Leute. Das ist wirklich ein tolles Feedback“, sagt der Energiefachmann. „Das Thema wird in Ostbevern gelebt.“ 2016 wurden mehrere E-Fahrzeuge für die Verwaltung angeschafft, Pedelecs für die Mitarbeiter, Ende 2019 wurde ein Wasserstoffbetriebener Dienstwagen für den Bürgermeister angeschafft – die Liste ließe sich ein gutes Stück fortführen. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Ostbevern in der Bewertung des Energy Award-Prozesse mit 88 Prozent knapp hinter Saerbeck (90) und Wildpoldsried (93). Das Ranking der Städte zwischen 10 000 bis 50 000 Einwohner führt die Kommune an; Telgte liegt hierbei mit 81 Prozent auf Rang fünf.Wie geht der Weg in Ostbevern weiter? „Was man nun versucht, ist die Kopplung der Sektoren Verkehr, Strom und Wärme. Themen wie E-Mobilität, Power-to-Gas, Power-to-Heat und Wärmepumpen spielen dabei unter anderem eine Rolle. Wir bedienen uns da teilweise sehr moderner Technologien, um eine ganzheitliche Energiewende hinzubekommen“, blickt Tippkötter voraus. Insbesondere bei den Sektoren Verkehr und Wärme werde man versuchen, Potenziale zu nutzen. -

Städte und Kommunen spielen bei der Umsetzung der global formulierten Klimaschutz-Ziele eine herausragende Rolle. Um zu sehen, wie das funktioniert, braucht man nur nach Ostbevern zu schauen. Reiner Tippkötter von der Beratungsfirma „Energielenker“ erklärt, warum die Gemeinde zum Musterort für Klimaschutz geworden ist. Von Ulrich Schaper
Montag, 27.07.2020, 18:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 27.07.2020, 18:14 Uhr
Neuer Energie: Ostbevern: Musterort für Klimaschutz
Foto: Ulrich Schaper
Der Energieversorgungssektor ist nach wie vor der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen. Um aktiv Klimaschutz zu betreiben, haben viele Staaten bereits begonnen, ihre Energiesysteme umzubauen – weg von fossilen Energieträgern, hin zu nachhaltigen und regenerativen Lösungen.
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