Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Geschichte wird auf dem Friedhof erlebbar

Ostbevern -

Den Schülern der Loburg erläuterten Dr. Meinrad Aichner und Eduard Silge für den Volksbund die Entstehungsgeschichte und Umgestaltung des „Alten Friedhof“ zum heutigen Gedenkpark.

Freitag, 02.10.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 12:23 Uhr
Die Gymnasiasten der Klasse 9c stehen zusammen mit Dr. Meinrad Aichner und Eduard Silge am Eingangstor zum Alten Friedhof.
Die Gymnasiasten der Klasse 9c stehen zusammen mit Dr. Meinrad Aichner und Eduard Silge am Eingangstor zum Alten Friedhof. Foto: Privat

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes organisierte Dr. Uta Webbeler, Lehrerin für Englisch und Geschichte an der Loburg, eine Exkursion zum „Alten Friedhof“ in Ostbevern. Den interessierten Schülerinnen und Schülern ihrer Klasse 9c erläuterten Dr. Meinrad Aichner und Eduard Silge für den Volksbund die Entstehungsgeschichte und Umgestaltung des „Alten Friedhof“ zum heutigen Gedenkpark.

Mit Unterstützung der Gemeinde, des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, der Reservisten-Kameradschaft und vieler Vereine und Sponsoren aus Ostbevern wurde der von 1815 bis 1932 von der Katholischen Kirchengemeinde genutzte Friedhof in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Gedenkpark umgestaltet. Es wurde mit dem Gräberfeld, dem Ehrenmal, dem Christus Corpus, der Gedenkstele, der Plastik „Drei trauernde Frauen“ und der Gedenktafel ein Mahnmal geschaffen für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, die Opfer von Krieg oder Gewaltherrschaft geworden sind.

Wichtig war, so Aichner und Silge, den Jugendlichen des Gymnasiums in Ergänzung zum Geschichtsunterricht vor Augen zu führen „sowohl welches Leid und Elend durch die vielen Kriege in der Vergangenheit verursacht wurden als auch, dass nicht nur Erinnerung geboten sei, sondern dies auch eine eindringliche Mahnung für die Zukunft sein muss“.

Die Exkursion diente auch, so Uta Webbeler, der Vorbereitung einer Ausstellung, die am 23. November im Forum des Gymnasiums unter dem Titel „Europa, der Krieg und ich“ eröffnet wird. Diese wird ebenfalls durch den Volksbund ermöglicht und unterstützt, der nun seit 100 Jahren in über 46 Ländern zum größten Teil ehrenamtlich wirkt und sich um circa 830 Kriegsgräberstätten kümmert.

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