Versammlung der Ostbevern Touristik
Das Comeback der Friedensroute

Ostbevern -

Kreativität war in den vergangenen Wochen und Monaten auch beim Verein Ostbevern Touristik gefragt. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden und Ideen für Neues her.

Samstag, 03.10.2020, 06:28 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 12:23 Uhr
Bei der Versammlung der Ostbevern Touristik gab es einiges zu besprechen. Der Rückblick auf 2019 war noch ganz „coronafrei“, seit diesem Frühjahr sah die Sache allerdings ganz anders aus, und viele Aktionen mussten abgesagt werden.
Bei der Versammlung der Ostbevern Touristik gab es einiges zu besprechen. Der Rückblick auf 2019 war noch ganz „coronafrei“, seit diesem Frühjahr sah die Sache allerdings ganz anders aus, und viele Aktionen mussten abgesagt werden. Foto: Anne Reinker

Die Corona-Pandemie hat den Veranstaltungskalender des Vereins Ostbevern Touristik ordentlich durcheinandergebracht. Den Aktiven bereitete die erzwungene Auszeit Kopfzerbrechen: Neue Konzepte mussten entwickelt, Alternativen zum bisherigen Programm ausgearbeitet und Ideen vorangebracht werden. Bei der Mitgliederversammlung des Vereins warfen die Anwesenden einen Blick auf Vergangenes, legten aber den Schwerpunkt auf die kommenden Aktivitäten.

Etwas Aktuelles aus dem Programm brachte Pia Wegmann mit, die als neue Gästeführerin gleich mit den Vereinsmitgliedern auf eine Tour durch das „Sagenhafte Ostbevern“ ging und sich im Anschluss über großen Zuspruch freuen durfte.

Der Rückblick, den Christine Schafberg auf das vergangene Jahr warf, war noch ganz „coronafrei“: Werbemobileinsätze, Teilnahme am Kastaniensonntag, Führungen und Fahrradtouren wie auch der Winter-Hüttenzauber und einiges mehr hielten die Vereinsaktiven auf Trab.

Seit dem Frühling diesen Jahres sieht das Ganze dann schon anders aus. Eine geplante Mittsommerfeier, und „Über die Mauer geschaut“ waren nur einige der Aktionen, die auf der To-do-Liste standen und abgesagt werden mussten. „Vielleicht können wir sie komplett in das nächste Jahr übernehmen“, hoffte Christine Schafberg.

Als gelungene Alternative wurden virtuelle Gartenrundgänge ausgearbeitet, mit „einer sehr guten Resonanz“, wie Schafberg die Aktion verbuchte. Ebenso die „happy stones“, eine „gute Idee in einer Zeit, in der das soziale Leben stark eingeschränkt ist“, meinte die Mitarbeiterin der Touristik. Möglich macht der Verein aktuell Veranstaltungen wie Kirchen- und Friedhofführungen und schwerpunktbezogene Wanderungen durch die Gemeinde und die Umgebung.

„So wie der Winterhüttenzauber war, kann es nicht mehr weitergehen“, bedauerte Schafberg. Aktuell überlegen die Verantwortlichen, diese beliebte Veranstaltungsreihe als wöchentliche kleine Wanderung von Aktion zu Aktion zu planen.

Beschäftigt ist der Verein auch mit der Herausgabe verschiedener touristischer Broschüren, Dank der die Besucher den Ort ganz gezielt entdecken oder auf einen „Spaziergang auf der Vorgartenroute“ gehen können. Der Prospekt „Entdecken Sie Ostbevern 2021“ blickt auf die kommenden Veranstaltungen.

Mit der Installation einer Hörstation, einem kostenlosen Flyer und der Neuausschilderung gibt es ein Comeback der Friedensroute. Die Idee eines Vereinsmitgliedes, eine Beverradtour zu entwickeln, wurde aufgenommen. „Es gibt schöne Pättchen, wo man nicht über die Hauptstraßen muss“, meinte der Tippgeber bezüglich der Strecke von Westbevern zum Schloss Harkotten.

Noch etwas ist neu: „Es ist das Hobby der 60er“, sagte Christine Schafberg mit einem Schmunzeln, denn dass das Geocaching gerade bei dieser Altersgruppe so gut ankommt, hatte sie überrascht. „Wir holen mit diesem Angebot die Leute in den Ort“, berichtete sie.

Dass der Tourismus in der Gemeinde angekurbelt wird, verdankt der knapp 100 Mitglieder zählende Verein unter anderem den elf Gästeführern und fünf Routenpaten. „Ohne sie würde es nicht gehen“, zollte Christine Schafberg den Ehrenamtlichen Anerkennung. Dabei habe man auch die Jugend involvieren können, denn die 16-jährigen Emma Leifhelm und Lukas Lautenschläger haben sich der Besucher des Waschmaschinenmuseums angenommen.

Auch die Wahlen standen auf dem Programm: Karl-Heinz Meintrup (erster Vorsitzender) sowie Hildegard Wegmann und Dietmar Große Westerloh (beide stellvertretende Vorsitzende) und die Beisitzer Jessica Kock und Alfons Burlage wurden wiedergewählt.

Neu im Team ist Hubert Korte, der das Amt von Dietmar Proske (Beisitzer) übernahm, ebenso wie Karl Piochowiak, der die Aufgaben als Geschäftsführer übernimmt.

 

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