Lokalpolitiker pflanzen Baum des Jahres
Auf dem Weg zur Allee

Ostbevern -

Es soll eine Tradition werden und die Ostbeverner Lokalpolitiker haben dafür nun zum zweiten Mal einen Grundstein gesetzt. Am Tag der Deutschen Einheit pflanzten sie im Loburger Wald den Baum des Jahres – die Robinie.

Dienstag, 06.10.2020, 06:52 Uhr
Lokalpolitiker pflanzten den Baum des Jahres.
Lokalpolitiker pflanzten den Baum des Jahres. Foto: Anne Reinker

Im letzten Jahr war es die Flatterulme, nun ist die Robinie der „Baum des Jahres“. Eine Tradition soll es in der Bevergemeinde werden, diesen jeweils am 3. Oktober zu pflanzen. Das geschah am vergangenen Samstag. Mitglieder der lokalen Politik übernahmen nun zum zweiten Mal dieses gemeinsame Zeichen für den Klima- und Naturschutz. Mit den Jahren soll so eine Allee zwischen dem Mitfahrerparkplatz an der B 51 und dem Schloss Loburg entstehen.

Mit reichlich Informationen rund um die Wald- und Forstwirtschaft erklärte Philipp von Beverfoerde, auf dessen Grund die Baumreihe wachsen wird, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichsten Baumsorten und beleuchtete die aktuelle Situation der Wälder.

Um den durch den Klimawandel mit starken Zerreißproben gefährdeten heimischen Baumarten eine Stimme zu geben und auf den Wert der Bäume hinzuweisen, wurde durch die Dr. Silvius-Wodarz-Stiftung eine Baumart zum Baum des Jahres 2020 gekürt.

Die Robinie, auch Scheinakazie genannt, kam vor etwa 300 Jahren von Nordamerika nach Europa, wie Philipp von Beverfoerde erklärte. Mittlerweile hat sie sich als heimische Art etabliert. Heute ist sie weltweit einer der am meist gepflanzten Baumarten. Warum, dass führte von Beverfoerde weiter aus: „Die Robinie hat ein einmaliges Wachstum und ist eines der härtesten Hölzer überhaupt.“ So hat sie den höchsten Heizwert aller Bäume, die in diesen Regionen beheimatet sind. Großen Absatz findet die Robinie unter anderem im Bau von Spielplätzen, da sie aufgrund ihrer Massivität anderen Hölzern vorgezogen wird.

Der Robinie, die bis zu 40 Meter hoch werden kann, gelingt es, sich dem Klimawandel entgegensetzen und ist nicht so hitzeempfindlich wie andere Sorten. Aufgrund ihrer Blüten finden auch Insekten ihren Gefallen an der Scheinakazie.

Gepflanzt wurde der schon fünf Meter große Baum in einer Lichtung im Loburger Wald. „Der hat hier Platz und Luft, der wird bestimmt sehr groß“, lobte Karin Läkamp die Auswahl der Platzierung. Sie, sowie Mathilde Breuer, übernahmen als stellvertretende Bürgermeisterinnen den Griff zu den Spaten.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, denn: „Es heißt, einmal Robinie, immer Robinie“, wie Philipp von Beverfoerde erläuterte. Denn wenn der Baum, der etwa einen Meter im Jahr an Wuchs gewinnt, gefällt wird, verbreitet er sich über die zurückgebliebenen Wurzeln im Boden mit neuen Pflänzlingen aus. „Man kriegt sie kaum wieder weg aus dem Boden“, führte er aus.

Nicht nur Robinien, sondern auch Traubeneichen, Kirschen und Esskastanien, werden am Samstag, den 14. November in großer Anzahl gesetzt. Auf einer in der Nähe des Hofes Korthorst gelegene Fläche wird mit möglichst vielen Ostbevernern ein Bürgerwald geschaffen (WN berichtete). Treffpunkt ist auf dem Hof, An der Aa 9, um 10 Uhr. Weitere Informationen, auch wie man sich daran beteiligen kann, gibt es in der Gemeindeverwaltung,   82 51.

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