Karl Piochowiak ins Bürgermeisteramt eingeführt
Rat geht mit Elan an die Arbeit

Ostbevern -

Im Rahmen der ersten Ratssitzung des neu gewählten Gremiums leistete Bürgermeister Karl Piochowiak seinen Amtseid und wurde durch den Altersvorsitzenden Dr. Meinrad Aichner eingeführt. Piochowiak freut sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben.

Samstag, 07.11.2020, 05:59 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 06:01 Uhr
Applaus gab es von den Ratsmitglieder nach der Vereidigung
Applaus gab es von den Ratsmitglieder nach der Vereidigung Foto: Daniela Allendorf

„Vor uns liegt eine spannende und fordernde Zeit“, sagte der Altersvorsitzende des Gemeinderates Dr. Meinrad Aichner ( FDP ) im Rahmen der Einführung und Vereidigung des neuen Bürgermeisters Karl Piochowiak . Dennoch ist Aichner überzeugt, dass dieser Rat mit vielen neuen Gesichtern und „guten Ideen“ engagiert ans Werk gehen wird. „Wir gehen die Herausforderungen mit Elan und Optimismus an“, sagte er weiter und war sich sicher, dass er damit für alle im Rat vertretenen Fraktionen gleichermaßen sprechen könne.

Zuvor hatte Aichner noch die Gelegenheit genutzt und dem nun ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Annen für seinen Einsatz und sein Engagement gedankt. Diesen Dank richtete er ebenso an seine Ratskollegen sowie diejenigen, die in dieser Legislaturperiode nicht mehr in dem Gremium vertreten sind. Mit Blick auf die Geschehnisse rund um die Wahl in den Vereinigten Staaten sagte er: „Solche Hängepartien wie wir sie gerade erleben sind nicht förderlich.“ Umso erfreulicher sei der reibungslose Übergang nach der Wahl am 13. September zu sehen.

Einen strahlenden; aber dennoch ernsthaften neuen Bürgermeister erlebten die Ratsmitglieder und die wenigen Gäste – aufgrund der Pandemie-Entwicklung war die Zahl der Zuschauer begrenzt –; nachdem dieser seinen Amtseid geleistet hatte. „Politik ist nicht das, was wir uns wünschen, sondern das was machbar ist“, zitierte Piochowiak den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und versprach damit: „Ich werde walten wie die guten Hauseltern und mich am Machbaren orientieren.“ Dabei stehe er fest auf den Säulen der Verfassung und des Rechts- und Sozialstaates.

Ganz oben auf der Agenda des neuen Bürgermeisters stehen in den nächsten Wochen und Monaten einige „Top Scorer“: die Haushaltskonsolidierung, die Schulstandortentscheidung, die Entwicklung der Gewerbe- und Industrieflächen, die Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes SOWIE die Dorf- und Infrastrukturentwicklung.

Allerdings machte Piochowiak auch deutlich, dass es sich bei den Punkten nicht um ein Ranking handle. Vielmehr griffen sie ineinander über. Dabei würden allerdings auch Zielkonflikte entstehen, die es zu lösen gelte. „Mein Ziel ist es, durch maximale Kooperation und Partizipation überall dort, wo sie hilfreich und geboten sind, die wichtigen Weichenstellungen in unserer Gemeinde auf eine breite und fundierte Basis zu stellen und eine große Vernetzung in den Themen zu schaffen“, so der neue Amtsinhaber. Denn so könne es zudem gelingen, die zu erwartende Komplexität zu minimieren. Das gelte für die fünf genannten Schwerpunkte ebenso, wie für zahlreiche weitere Themen, die nicht isoliert oder gar nachrangig betrachtet werden könnten. „Ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam an diesen so unterschiedlichen, aber dann doch in der Wirkung immer zusammenhängenden Themen zu arbeiten und die richtigen Schrauben zu drehen. Ich reiche Ihnen allen meine Hand zu einer kooperativen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“, sagte Piochowiak und fügte in Richtung Verwaltung hinzu: „Ich freue mich riesig auf die neue Zusammenarbeit, schätze die Leistungsfähigkeit und das Engagement der Mitarbeitenden sehr und sehe mich schon jetzt nach diesen wenigen Tagen im Amt sehr gestützt.“

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