Veränderungen auf dem Friedhof
Ein Ort der Trauer und Begegnung

Ostbevern -

Viel hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Ostbeverner Friedhof getan. Das wurde jetzt bei einem Gespräch zwischen Bürgermeister Karl Piochowiak, Josef Göcke und den zuständigen Gärtnern Ludger Preckel sowie Alexander und Rainer Woltering deutlich.

Donnerstag, 26.11.2020, 07:10 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:38 Uhr
Veränderungen auf dem Friedhof: Ein Ort der Trauer und Begegnung
Foto: Gemeinde Ostbevern

Seit nunmehr vier Jahren befinden sich die beiden Ostbeverner Friedhöfe in kommunaler Trägerschaft. Seitdem hat sich einiges auf den beiden Arealen getan, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Damals begleitete der heutige Bürgermeister Karl Piochowiak im Rahmen seiner früheren beruflichen Tätigkeit den Prozess des Übergangs beider Friedhöfe von der kirchlichen in die kommunale Trägerschaft.

Zur Erinnerung: Die Kirchengemeinde St. Ambrosius hatte bereits 2015 signalisiert, die Trägerschaft für die beiden Friedhöfe abgeben zu wollen. Mitte 2016 beschloss der Rat, die Trägerschaft zu übernehmen und die rund 22 000 Quadratmeter großen Friedhöfe zu kaufen. Diese Übernahme erfolgte zum 1. April 2017 erfolgen. Der Telgter Gartenbaubetrieb Woltering kaufte die Friedhofshalle auf Erbpachtgrundstück und erhielt einen langfristigen Werkvertrag für die Grünanlagenpflege und die Bestattungstätigkeiten.

Bürgermeister Karl Piochowiak machte sich jetzt ein Bild von den Veränderungen. Gemeinsam mit Josef Göcke, der im Rathaus seit der Übernahme für die Betreuung der Friedhöfe zuständig, traf er sich auf dem Ostbeverner Friedhof mit den zuständigen Gärtnern Ludger Preckel sowie Alexander und Rainer Woltering , um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Dabei zeigte er sich beeindruckt von den Investitionen, die dort seit 2017 getätigt wurden. Rainer Woltering erläuterte, dass mit dem Erwerb der neuen Lautsprecheranlage dem Wunsch vieler Ostbeverner entsprochen wurde. Damit die Friedhofskapelle ihrer besonderen Bedeutung als Ort des Abschiedes gerecht werden kann, wurde sie außerdem innen und außen neu gestrichen. Ebenso erhielten die Fenster und Türen neue Farbe.

„Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf das Bestattungswesen aus“, erklärte Rainer Woltering. „Ein großer Teil der Andacht findet derzeit nun unter freiem Himmel statt. Wir haben daher eine Außenbestuhlung angeschafft, um gerade älteren Menschen Sitzplätze zur Verfügung stellen zu können.“ Im gemeinsamen Gespräch wurde zudem auch die neue Urnengrabanlage am Hochkreuz in Augenschein genommen.

Alexander Woltering lobte die insektenfreundlichen Laubbaumbepflanzungen des Friedhofs, sprach aber auch die Problematik der Steinabdeckung von Gräbern an: „Der Friedhof ist auch ein Ort der Artenvielfalt und des Naturschutzes. Uns ist es wichtig, diese zu fördern und dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Und Josef Göcke ergänzte: „Die Friedhöfe werden heutzutage nicht mehr nur als Begräbnisstätte verstanden. Denn neben Ruhe, Natur und viel Grün sind sie vor allem auch für viele Ostbeverner zu einem Ort der Begegnung geworden. Es ist immer wieder schön mitzuerleben, dass dieser Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer ist, sondern auch ein Ort, an dem miteinander geredet und gelacht wird“.

Karl Piochowiak würdigte das Engagement der Gärtner und befand am Ende des Rundgangs: „Ich sehe, der Friedhof ist bei Ihnen in guten Händen.“

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