Verein „1000 Hügel“
Mitglieder tagen virtuell

Ostbevern -

Da ein reales Treffen in der aktuellen Zeit nicht möglich ist, hat der Verein „1000 Hügel“ seine Mitgliederversammlung kurzerhand per Videochat abgehalten.

Mittwoch, 02.12.2020, 12:41 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:33 Uhr
Über das Projekt „Zeit für Ziegen“ sollen Tiere für die Kinder der Batwa angeschafft werden.
Über das Projekt „Zeit für Ziegen“ sollen Tiere für die Kinder der Batwa angeschafft werden. Foto: Janine Frönd

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen und Auflagen sind auch die Vereine gezwungen, neue Wege zu gehen. So hat der Verein „1000 Hügel“ seine Mitgliederversammlung jüngst kurzerhand per Online-Video-Konferenz abgehalten. Der Verein freut sich in diesem Zusammenhang besonders über die Förderung einiger Stiftungen, von denen eine zur Digitalisierung des Vereins beiträgt. So könne man digitale und hybride Veranstaltungen technisch umsetzen, berichtet die erste Vorsitzende Janine Frönd .

Doch nicht nur die Digitalisierung war Thema bei der virtuellen Zusammenkunft. In erster Linien beschäftigten sich die derzeit 47 Mitglieder mit den Projekten dieses und des vergangenen Jahres. Darunter die Corona-Nothilfe, die in Form von Lebensmittelpaketen an Kinder und Jugendliche mit HIV, an Straßenkinder und alleinerziehende Frauen, ausgegeben wurden. Außerdem wurden 5000 wiederverwertbare Masken über die Hilfe des Ostbeverner Vereins ausgegeben.

Noch im vergangenen November konnte die Erweiterung eines Wohnheims für 100 Kinder und drei WaSH- Einheiten (WaSH: Water, Sanitary & Hygiene) für 300 Kinder als Auflage für die Schulen zur Aufnahme des Unterrichtes unter Corona-Auflagen unterstützt werden.

Ganz aktuell weist der Verein noch auf die Aktion „Zeit für Ziegen“ hin. Damit soll die Anschaffung von Ziegen für die Kinder der Batwa in Uganda (Batwa: indigenes Volk, leben in absoluter Armut, sowohl in Ruanda als auch in Uganda und im Kongo) unterstützt werden. Eine Ziege kostet 55 Euro und durch Dung, Milch und Nachzucht kann ein Einkommen geschaffen und somit Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem ermöglicht werden. Dies ist ein länderübergreifendes Projekt für die Batwa. „In Ruanda unterstützen wir die Batwa mit Wasser und in Uganda mit Ziegen. Das Projekt wird in 2021 voraussichtlich um ein umfassendes länderübergreifendes Landwirtschaftsprojekt erweitert“, schreibt Frönd.

Ein weiteres langfristiges Projekt ist mit „Mama Courage“ ein Zentrum, in dem jährlich bis zu 50 Teenagermütter zur Näherin ausgebildet werden sollen. Eine weitere Säule ist die Aufklärung und Prävention der Jugend in Bugesera – gedacht für rund 6000 Jugendliche ab zwölf Jahren.

 

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