Ostbevern Kultur hofft auf ein besseres Veranstaltungsjahr 2021
Glanz und Glitzer fehlen zurzeit

Ostbevern -

Eigentlich hätte der Verein Ostbevern Kultur im vergangenen Jahr 20 Veranstaltungen durchgeführt. Zwar gebe es dadurch keine Einnahmen für den Verein, aber auch eben keine Kosten. Und dennoch fehle der „Glitzer“, ist die Vorsitzende Mariele Fentker überzeugt.

Dienstag, 05.01.2021, 07:02 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 07:10 Uhr
Hoffen auf eine kulturreiches 2021: Mariele Fentker, Frank Düring und Willy Ludwig vom Verein Ostbevern Kultur.
Hoffen auf eine kulturreiches 2021: Mariele Fentker, Frank Düring und Willy Ludwig vom Verein Ostbevern Kultur. Foto: Anne Reinker

„Der gewisse Glanz und Glitzer für das Leben fehlen in dieser Zeit“, sagt Mariele Fentker . Die Vorsitzende des Vereins Ostbevern Kultur bedauert ebenso wie ihre Vorstandskollegen, dass in diesem Corona-Jahr fast keine Veranstaltungen stattfinden konnten. In Gesprächen mit den Ostbevernern hatte der Vorstand feststellen können, dass den Bürgern das kulturelle Programm fehlt. Die Verantwortlichen hoffen nun, möglichst bald wieder einen Veranstaltungskalender präsentieren zu können. Dennoch halten sie sich mit genaueren Planungen zurück, ist die Zukunft doch sehr ungewiss.

„Eigentlich hätten etwa 20 Veranstaltungen stattfinden sollen“, erklärt Frank Düring. Stattdessen waren es gerade mal drei Programmpunkte, die durchgeführt werden durften. „Die haben wir glücklicherweise machen können“, erinnert Mariele Fentker unter anderem an das Konzert mit Norbert Fimpel Anfang März. „Nach Absprache mit der Gemeinde“, wie Willy Ludwig betont. Denn bereits im März war Corona ein Thema.

„Aber es war uns damals auch schon klar, dass wir für die kommenden Monate nicht fest planen können“, fügt Frank Düring hinzu. „Die Utopie hatten wir nicht, dass wir im Sommer alles machen dürfen. Und auch für das neue Jahr versprechen wir nichts“, so der zweite Vorsitzende.

Denn dann werden – vorausgesetzt es dürfen Konzerte, Lesungen und weiteres stattfinden – alle Vereine ihr Programm nachholen wollen. So gelte es, die jeweils eigenen Veranstaltungen zu reduzieren, denn: „Sonst gibt es jeden zweiten Abend eine Großveranstaltung“, meint Willy Ludwig lakonisch. Es wäre sinnvoll, erklärt Frank Düring, wenn die Fäden für die Koordination der Termine bei der Gemeindeverwaltung zusammenlaufen würden. „So könnte man verhindern, dass es Doppelungen gibt.“

Es sei schon komisch, sagt Willy Ludwig: „Sonst hieß es schon manchmal, es gebe zu viele kulturelle Sachen in Ostbevern. Und nun sind es viel zu wenige.“

Die Absprachen mit den Künstlern seien komplikationslos gewesen, berichten die Vorstandsmitglieder weiter. Obwohl diese ein Recht auf ein Ausfallhonorar hätten, habe dies keiner der verpflichteten Kunstschaffenden eingefordert. Wohlweislich hoffend, ihr Programm zukünftig abspielen zu können. „Die Verträge sind nur geschoben“, sagt Frank Düring. „Es ist unser Bestreben, die Künstler in dieser schwierigen Zeit zu stützen“, erläutert Willy Ludwig einen der Wünsche, bald wieder starten zu können, denn: „Das Los der kleinen Künstler ist fatal.“ Auf die Finanzen des Vereins hat die Pandemie indes kaum Folgen: „Keine Veranstaltung, keine Einnahme, aber auch keine Kosten“, berichtete Willy Ludwig.

Einige Veranstaltungen fassen die Verantwortlichen vorsichtig ins Auge. Den literarischen Aschermittwoch im Februar wollen sie in einer kleinen Online-Ausgabe durchführen. Willy Ludwig hat schon einen Beitrag dafür in der Schublade. „Natürlich über Corona“, kündigt der Kabarettist an.

Hoffnung hegt der Verein, dass die Samba-Nacht der Camposada-Gruppe am 29. Mai stattfinden kann, für die „Dramendamen“ ist der November 2021 angepeilt. Beides sind dem Verein angeschlossene Gruppierungen.

Alle hoffen gemeinsam, den Kunstfreunden in der Bevergemeinde und dem Umland möglichst bald wieder eine große Vielfalt zu bieten.

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