Ehrenamtliche sammeln 70 Tannenbäume in Brock ein
410 Euro für Mukisa-Foundation

Brock -

Stefan Fiege, Alfred Wonnemann und Nils Wonnemann konnten jetzt bei ihrer Weihnachtsbaumaktion einen neuen Rekord verzeichnen: 410 Euro kamen bei der Sammlung zusammen. „Eine so große Spendensumme hatten wir noch nie“, ist Stefan Fiege begeistert, dass sich der tatkräftige Einsatz in diesem Jahr besonders gelohnt hat.

Montag, 11.01.2021, 05:40 Uhr
Alfred Wonnemann, Nils Wonnemann und Stefan Fiege (v.l.) waren am Samstag mit der Weihnachtsbaumsammlung in Brock beschäftigt.
Alfred Wonnemann, Nils Wonnemann und Stefan Fiege (v.l.) waren am Samstag mit der Weihnachtsbaumsammlung in Brock beschäftigt. Foto: Anne Reinker

„Früher war mehr Lametta.“ Doch nicht das war es, was den Aktiven bei der Weihnachtsbaumaktion am Samstag am meisten gefiel. Denn wenn sie auch erleichtert feststellen konnten, dass die ehemals bunt geschmückten Tannenbäume wieder in natürlichem Zustand waren und sie nicht auch noch die letzten vergessenen Kugeln entsorgen mussten, freuten sie sich in erster Linie über die in diesem Jahr besonders große Spendensumme für ihren Abholservice. Denn die wird – wie in den vergangenen Jahren – an die Mukisa-Foundation (ein Frühförderungszentrum für Familien mit Kindern mit Behinderung) in Uganda von Alexandra Bücker und Sonja Schulze-Dieckhoff gehen.

Um die Corona-Abstandsregeln zu wahren, hatten sich die Aktiven – Alfred Wonnemann , Nils Wonnemann und Stefan Fiege – etwas einfallen lassen. Nicht nur die kleine Besetzung zeugte davon, sondern auch die Spendenbüchse, die Stefan Fiege an einem langen Stiel befestigte. „Für die, die ihre Spende nicht am Baum befestigt haben und wir deswegen an der Haustür klingeln mussten“, erklärt Fiege, der seit sechs Jahren dabei ist. „Wenn wir jemanden nicht antrafen oder ein Baum nicht zugeordnet werden konnte, war dann schon mal später die Spende bei mir im Briefkasten“, erinnert sich der Bröcker. Das beweist ihm: „Die Aktion wird jedes Mal dankend angenommen.“ Und das seit zwei Jahrzehnten. Damals gegründet vom vor einigen Jahren verstorbenen Johannes Auf der Landwehr.

Mit Traktor und Anhänger ging es für das Dreier-Gespann durch den Ortsteil. Die Bröcker durften sich freuen, dass sie so ihre ehemals hübschen Bäume, die mit Glanz und Glitter weihnachtliches Funkeln in das Wohnzimmer brachten, nun ohne großen Aufwand loswurden. Die Tannen finden ihr Ende auf dem Osterfeuer der Familie Fiege.

Ebenso dankbar ist Alexandra Bücker: „Das Geld aus der Weihnachtsbaumaktion fließt immer in einen Notfalltopf“, berichtet sie über die Verwendung der Spenden. „Dieses Jahr wird das der Corona-Wiederaufbautopf sein“, sagt die Mukisa-Gründerin, die gemeinsam mit der Bröckerin Sonja Schulze-Dieckhoff sowie Florence Namaganda (Uganda) für die Hilfsorganisation auch weiterhin die Verantwortung trägt. Das Notfallgeld wird in diesem Jahr besonders wichtig sein, denn: „Viele unserer Familien der Mukisa haben ihre Jobs verloren, etwa auf den Märkten oder beim Verkauf von Essen an den Straßen“, erklärt Alexandra Bücker. Nun müsse man sich darauf konzentrieren, ihnen zu helfen, damit sie wieder eine Basis bekommen würden.

So werde ganz aktuell den Betroffenen geholfen, Seifen und auch Masken herzustellen. Auch mit dem Anbau von Gemüse und Früchten für den Sommer werde begonnen.

Am Abend konnten Stefan Fiege, Alfred Wonnemann und Nils Wonnemann einen Rekord verzeichnen: Mit Abschluss der diesjährigen Weihnachtsbaumaktion kann der Notfalltopf mit 410 Euro aufgefüllt werden, die von den 70 eingesammelten Tannenbäumen zusammenkamen. „Eine so große Spendensumme hatten wir noch nie“, ist Stefan Fiege begeistert, dass sich der tatkräftige Einsatz in diesem Jahr besonders gelohnt hat.

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