Schulentwicklung
Zu früh für eine Begleitgruppe

Ostbevern -

Wie soll es mit der Entwicklung der Schullandschaft weitergehen und vor allem, wie geht man es an? Dieser Frage stellten sich die Mitglieder des Rates in ihrer letzten Sitzung. Die FDP wollte schon jetzt eine Begleitgruppe einrichten. Das wurde aber zunächst verschoben.

Dienstag, 02.02.2021, 06:52 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 14:06 Uhr
Wie entwickelt sich die Schullandschaft in Ostbevern in den kommenden Jahren, und wie gehen Politik und Verwaltung das an? Eine Arbeitsgruppe wird es zunächst einmal nicht geben.
Wie entwickelt sich die Schullandschaft in Ostbevern in den kommenden Jahren, und wie gehen Politik und Verwaltung das an? Eine Arbeitsgruppe wird es zunächst einmal nicht geben. Foto: Daniela Allendorf

„Wir haben festgestellt, dass wir nach zwei, drei Jahren Planung, zum Beispiel bei der Feuerwehr, uns immer noch in Fundamentaldiskussionen befinden“, sagte Dr. Meinrad Aichner in der Begründung, warum es aus Sicht der FDP für den Bereich der Schulentwicklung erneut eine Begleitgruppe geben müsse. Nach der Vorstellung der FDP müsse diese Gruppe sowohl dem Umwelt- und Planungsausschuss (UPA), als auch dem Bildung-, Generationen und Schulausschuss (BGSA) zuarbeiten. „Jetzt ist es an der Zeit, eine solche Gruppe einzurichten“, führte Aichner weiter aus. Dem konnte auch die SPD-Fraktion folgen. „Wir haben hier die Möglichkeit, was Innovatives zu schaffen“, sagte Thomas Manthey ( SPD ).

„Wir sehen das sehr kritisch“, sagte hingegen Hubertus Hermanns (CDU). Eine solche Gruppe sei vielmehr gezielt für ein spezielles Projekt einzusetzen, jetzt sei das Thema aber noch zu komplex. Man solle mit einer solchen Gruppe nicht irgendwelche Hoffungen wecken, die aufgrund der Finanzlage dann am Ende doch nicht möglich seien. Vielmehr brachte Hermanns den Vorschlag ein, auch im BGSA Sondersitzungen abzuhalten – ähnlich, wie es für den UPA beschlossen wurde (WN berichteten).

Man wolle die Arbeit des BGSA durch ein solches Gremium erleichtern. Ein kleinerer Zirkel von Fachexperten sei wesentlich flexibler, versuchte Aichner für den Vorstoß seiner Fraktion zu werben. Es gehe um das Brainstorming im Vorfeld.

Die grundsätzlichen und kompetenten Entscheidungen müssten aber der BGSA und der Rat fällen, sagte Werner Stratmann. Dennoch solle man versuchen, möglichst alle Bürger in diesen Entscheidungsprozess mit einzubeziehen. „Das könnte einleitend eine große Bürgerversammlung sein“, so Stratmann weiter.

Für Bürgermeister Karl Piochowiak war noch nicht der richtige Zeitpunkt, eine Gruppe einzurichten, die die Schulentwicklung begleitet. „Was soll die Begleitgruppe jetzt erarbeiten, und wer soll beteiligt sein?“, fragte er. Deswegen schlug er vor, verwaltungsseitig zu schauen, was Kommunen im Umland für Erfahrungen mit der Entwicklung eines neuen Schulstandorts gemacht haben. „Wir sollten vielleicht schauen, wie sind andere in dieser Phase null gestartet, bevor wir eine Gruppe bilden.“

Der Antrag der FDP wurde so einvernehmlich zurückgestellt.

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