Planungen zum Kita-Neubau an der Bahnhofstraße vorgestellt
Rotbuche soll zentraler Punkt sein

Ostbevern -

Die Rotbuche auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ an der Bahnhofstraße soll künftig Mittelpunkt des neu angelegten Gebäudekomplexes werden. Zehn Wohnungen sollen dort ebenso entstehen wie eine Kindertagesstätte. Architekt Hermann Schapmann stellte die Pläne vor.

Samstag, 06.02.2021, 06:49 Uhr
Zentraler Punkt bei der Planung der Gebäude auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ soll die Rotbuche sein, die bereits auf dem Grundstück steht.
Zentraler Punkt bei der Planung der Gebäude auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ soll die Rotbuche sein, die bereits auf dem Grundstück steht. Foto: Architekt Schapmann

Zehn Wohneinheiten sollen in den geplanten Gebäuden an der Bahnhofstraße auf dem Gelände der „Alten Schmiede“ zusammen mit der neuen Kita entstehen. Nachdem der Rat im Dezember den Bau der Kita auf diesem Grundstück beschlossen hatte, ging es jüngst im Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss in die konkretere Planung. Architekt Hermann Schapmann stellte den Gebäudekomplex ausführlich vor. Auf dem rund 3400 Quadratmeter großen Grundstück sollen zwei zweieinhalbgeschossige Gebäudekörper entstehen, die durch einen eingeschossigen Bereich verbunden sind. Im Erdgeschoss sollen die Gebäude auf 900 Quadratmetern komplett von der Kindertagesstätte – Träger wird die AWO sein (WN berichteten) – genutzt werden. Das Areal der Kita soll sich nach aktuellem Stand rund um die auf dem Grundstück befindliche Rotbuche gestalten. Dass der Erhalt dieses Baumes gesichert ist, war dann auch noch einmal Thema im Umwelt- und Planungsausschuss, wo das Konzept des Neubaus ebenfalls kurz vorgestellt wurde. „Der Baum braucht im Wurzelbereich so viel Platz, wie die Krone“, sagte Werner Stratmann ( Grüne ). Ein Kellerbereich sei für das Gebäude nicht geplant, führte Fachbereichsleiter Klaus Hüttmann zu den Plänen aus. Und betonte, dass auf den Erhalt des Baumes entsprechend Wert gelegt werde.

Die Erschließung des Grundstücks soll über die Maximilian-Kolbe-Straße erfolgen, wo im vorderen Bereich auch die Parkplätze angelegt werden sollen. „So soll der Kindergarten fußläufig erschlossen werden“, erläuterte Hermann Schapmann. Ausgerichtet sind die Gruppenräume der Kita dann allerdings in Richtung Bahnhofstraße. Ob dann an der Stelle ein Zaun oder eine Hecke entlang der Bahnhofstraße stehen werde, kam die Frage von Ulrich Lunkebein (Grüne) auf. „Das gesamte Grundstück wird eingefriedet“, erläuterte Schapmann dazu. Ein Zaun sei ohnehin vorgeschrieben, aber auch eine Hecke sei vorgesehen. Das warf im UPA gleich die nächste Frage auf, denn die Bahnhofstraße sei verkehrstechnisch belastet. „Muss man vielleicht ein Törchen in den Zaun zur Bahnhofstraße machen, um dann dort eine 30 Stundenkilometer-Beschränkung zu bekommen“, fragte Philipp von Beverfoerde (CDU). Das habe mit dem Eingang nichts zu tun, erläuterte Fachbereichsleiter Hans-Heinrich Witt dazu. Da in diesem Bereich auch vor den anderen Kitas im näheren Umkreis bereits abschnittsweise 30 Stundenkilometer gelten würden, hoffe er darauf, dass man eventuell beim Kreis für den gesamten Bereich eine Zonenregelung erwirken könne. „Da müssen aber noch die entsprechenden Gespräche mit dem Kreis geführt werden“, so Witt weiter. Insgesamt sei der Kindergarten über die Maximilian-Kolbe-Straße top erschlossen, sagte Schapmann. Er sah auch weniger ein Problem darin, dass sich weitere Kindergärten im Umkreis befinden und sich damit das Verkehrsaufkommen erhöhe.

Die bebaute Fläche wird bei rund 1100 Quadratmetern liegen, die Spielplatzfläche für die Einrichtung mit fünf Gruppen wird 1500 Quadratmeter umfassen. Die geplanten Wohnungen werden Größen zwischen 70 und 90 Quadratmetern haben. Das Raumprogramm für die Kita sei standardisiert, mit Gruppen und Nebenräumen, unter anderem mit einem Raum zur Wassergewöhnung für die beiden U3-Gruppen.

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