THW-Einsatz bei Westeria
Zu viel Schnee und Eis auf dem Dach

Ostbevern/Telgte -

Zu einem Einsatz in Ostbevern bei der Firma Westeria rückte das THW Warendorf jüngst aus. Hier sorgte nicht nur der viele Schnee für eine große Dachlast, sondern auch erneut gefrierendes Schmelzwasser.

Dienstag, 16.02.2021, 18:10 Uhr
Auf dem Dach der Firma Westeria waren die Einsatzkräfte des THW zwei Tage lang mit dem Abräumen des Schnees beschäftigt.
Auf dem Dach der Firma Westeria waren die Einsatzkräfte des THW zwei Tage lang mit dem Abräumen des Schnees beschäftigt. Foto: THW

Nach starken Schneefällen und Schneeverwehungen kam es auch für den Ortsverband Warendorf des Technisches Hilfswerk (THW) zu witterungsbedingten Einsätzen. Selbst wenn die Räumung von Dächern von Schneelasten grundsätzlich erst einmal Aufgabe der Gebäudeeigentümer ist, so kann bei Gefahr im Verzug ein Einschreiten der zuständigen Gefahrenabwehrbehörde, im Regelfall geschieht dieses durch die Feuerwehr , notwendig werden. Diese, wie auch grundsätzlich andere Behörden, haben dann wiederum die Möglichkeit, im Rahmen der Amtshilfe auf das Know-how und die technischen Möglichkeiten des THW zurückzugreifen.

So wurde der Fachberater des Ortsverbandes Warendorf, Guido Gawellek, zu zwei Einsatzstellen in Telgte angefordert. Dort bestand aufgrund von Schneelasten in der Bauerschaft Wöste sowie an der Ostbeverner Straße augenscheinlich die Gefahr von Dacheinstürzen.

Während an der Ostbeverner Straße in einer Wohnung lediglich Baustützen eingesetzt wurden, konnte die Räumung des Daches ohne Beteiligung des THW erfolgen. Auch in der Bauerschaft Wöste waren durch die Aktiven des THW keine weiteren Tätigkeiten notwendig.

Einen weiteren Einsatz gab es in Ostbevern bei der Firma Westeria. Dort sorgte nicht nur der viele Schnee für eine große Dachlast, sondern auch angetautes Schmelzwasser, das wieder fror. Neben Fachberater Guido Gawellek war zunächst wieder der Zugtrupp vor Ort eingesetzt. Ebenfalls vor Ort war der Schneelastmesstrupp des THW Ortsverbandes Beckum. Zusammen mit dem Leiter der Feuerwehr Ostbevern, Michael Saabe, verschafften sich alle einen Überblick über die akute Lage und die Statik der betroffenen Hallen.

Aus Sicherheitsgründen drohte, für den Fall einer Nichträumung, eine Einstellung des Betriebes. Ein vor Ort eingesetzter Dachdecker hatte bezüglich der auf dem Dach wirkenden Last bereits Bedenken geäußert, weshalb seitens des Unternehmens die Feuerwehr eingeschaltet worden war. Nach den erfolgten Messungen stellte sich heraus, dass die Dächer der Hallen zu räumen waren. Hierzu wurden alle Einheiten des Ortsverbandes eingesetzt. Weiterhin wurde zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort in der Unterkunft des Ortsverbandes ein Stab gebildet.

Da sich im Laufe des Tages abzeichnete, dass der Einsatz mit den Kräften des Ortsverbandes alleine nicht zu bewältigen war, verstärkte die Bergungsgruppe des THW, Ortsverbandes Lengerich, die bereits eingesetzten Kräfte. Die Arbeiten wurde am späten Abend zunächst abgebrochen, am Folgetag dann fortgeführt. Zur Bewältigung der Lage waren am Samstag insgesamt 33 Einsatzkräfte eingesetzt, davon 21 aus dem THW Ortsverband Warendorf. Am Sonntag waren es 30 Einsatzkräfte, die den Einsatz schließlich erfolgreich zum Abschluss brachten.

Unterstützt wurden die Warendorfer Einsatzkräfte am Sonntag durch die Bergungsgruppen der THW-Ortsverbände Lengerich und Oelde. Bürgermeister Karl Piochowiak machte sich persönlich ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte.

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